Ban fordert Ende des Gemetzels

Damaskus/Istanbul (dpa) – UN-Generalsekret채r Ban Ki Moon hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, das Gemetzel in Syrien endlich zu stoppen. 짬Schiebt es nicht l채nger auf! Schlie횩t Euch zusammen! Handelt!쨩, appellierte Ban am Mittwoch in einer Rede vor dem bosnischen Parlament in Sarajevo. Die internationale Gemeinschaft sei verpflichtet, schwere Verst철횩e gegen die Menschenrechte zu verhindern, sagte Ban.

Der Sprecher von US-Pr채sident Barack Obama, Jay Carney, verurteilte erneut die 짬abscheuliche Gewalt쨩 des Regimes gegen unbewaffnete Zivilisten. Es gebe glaubhafte Berichte, dass auch Panzer und Kampfflugzeuge eingesetzt w체rden. Die USA und ihre Partner w체rden weiterhin Schritte unternehmen, um das Assad-Regime zu isolieren und um mit Sanktionen dessen finanzielle Basis auszutrocknen. Das m체sse es f체r die Regierung in Damaskus immer schwieriger machen, das brutale Vorgehen gegen das eigene Volk zu finanzieren.

Dass sich nach der syrischen Gesch채ftstr채gerin in Zypern auch deren Ehemann, der Botschafter in den Vereinigten Arabischen Emiraten, von Damaskus losgesagt habe, mache deutlich, dass 짬die Tage Assads gez채hlt sind쨩, erkl채rte Carney vor Journalisten in der Pr채sidentenmaschine Air Force One weiter.

Mindestens 2000 syrische Soldaten wurden Rebellenangaben zufolge nach Aleppo in Marsch gesetzt. 짬Die Schlacht (um Aleppo) wird entscheidend sein und die Rebellen sind bereit daf체r쨩, sagte Abu Omar al Halabi, ein Kommandeur der oppositionellen Freien Syrischen Armee in Aleppo, der Nachrichtenagentur dpa. Nach Angaben von Aktivisten sollen sich Rebellen aus dem ganzen Land auf den Weg gemacht haben, um f체r die 짬Befreiung Aleppos쨩 zu k채mpfen, wie es hei횩t.

Wegen der eskalierenden Gewalt schloss die T체rkei weitgehend ihre Grenze zu Syrien f체r den Personen- und G체terverkehr. F체r Fl체chtlinge seien die Grenzen aber nach wie vor offen. Allein am Dienstag kamen bei K채mpfen und Razzien der syrischen Regierungstruppen landesweit mehr als 160 Menschen ums Leben, teilten die syrischen Menschenrechtsbeobachter in London mit. Auch am Mittwoch soll es mehr als 100 Tote gegeben haben.

In den Nachbarl채ndern steigt die Zahl der syrischen Fl체chtlinge. Mehr als 120 000 sind laut UN-Fl체chtlingshilfswerk UNHCR in Jordanien, im Libanon, in der T체rkei und im Irak registriert. Zus채tzlich gebe es eine gro횩e Dunkelziffer. Viele seien auf humanit채re Hilfe und auf Spenden angewiesen. Drei Viertel von ihnen seien Frauen und Kinder. Die Bundesregierung stellt Millionen bereit, um eine humanit채re Katastrophe zu verhindern. Auch Schiffe der Bundeswehr k철nnten zum Einsatz kommen.

Syriens Nachbarland Jordanien, in das sich derzeit t채glich 1000 Syrer retten, richtet eine Zeltstadt f체r 130 000 Bewohner in der N채he der Grenzstadt Mafrak ein. Die ersten Unterk체nfte f체r 10 000 Menschen sollen am kommenden Montag zur Verf체gung stehen.

Einige prominente Mitglieder der Assad-Familie glauben offensichtlich nicht mehr an ein 횥berleben des Regimes. Wie die Nachrichtenagentur dpa in Istanbul aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, sollen Assads Onkel Mohammed Machluf und dessen S철hne versucht haben, Kontakte im Ausland zu kn체pfen. Sie suchten Schutz, falls Assad untergehen sollte.