BMW verdoppelt Kapazitäten in China – investiert 500 Millionen neu

Shenyang (dpa) –  Trotz einer leichten Abkühlung rechnet BMW-Chef Norbert Reithofer in diesem Jahr unverändert mit einem zweistelligen Wachstum in China, wie er am Donnerstag bei der Eröffnung eines zweiten Werkes in Shenyang in Nordostchina sagte.

Reithofer kündigte an, mit dem chinesischen Partner Brilliance über die Milliarden-Investition für die neue Fabrik hinaus noch eine weitere halbe Milliarde Euro in den Ausbau der Produktion stecken zu wollen, um die Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu schaffen.

Die installierte Kapazität kann damit von jetzt 200 000 in den beiden Werken Dadong und Tiexi am Standort Shenyang in der Provinz Liaoning auf 300 000 bis Ende 2013 erhöht werden. «Durch unsere flexiblen Werksstrukturen können wir je nach Marktentwicklung sogar ein Volumen von bis zu 400 000 Fahrzeugen lokal produzieren», sagte Reithofer. Das neue Werk ist die modernste BMW-Fabrik weltweit.

BMW erwartet weiter starke Absätze im Reich der Mitte. «Wir rechnen 2012 in China erneut prozentual mit einem zweistelligen Wachstum», sagte Reithofer. Nach einem Zuwachs um 37,7 Prozent im Vorjahr auf 233 630 verkaufte Fahrzeuge hat BMW in China auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres wieder um 35 Prozent mehr Autos im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verkauft.