Die Türkei bekommt ein neues Gesicht

Die sogenannte städtische Transformation bedeutet eine Riesentransformation für das städtische Gesicht der ganzen Türkei. Nicht vergeblich plant die Regierung, 400.000.000 Dollar für das Projekt zu investieren. Allein 100.000.000 Dollar soll Istanbul zugutekommen.
Bei dieser radikalen Entscheidung spielt die Erdbebengefahr die bestimmende Rolle. Die Türkei ist eine Erdbebenregion und in Istanbul wird seit dem großen Erdbeben in der naheliegenden Stadt Izmit 1999 ein ähnliches Erdbeben erwartet. Die Metropole mit mehr als 13 Millionen Einwohnern ist seit 50 Jahren das Opfer einer Verstädterung mit katastrophalen Folgen. Das Projekt soll die Mega-Stadt nicht nur vor größeren Katastrophen mit hunderttausenden Toten retten, sondern sie zu einer gut organisierten Stadt mit einer besseren Infrastruktur und einem ordentlichen Verkehr entwickeln. Erdogan Bayraktar, Minister für Umwelt und Stadtplanung, sagte, alle Häuser in der Türkei würden in 3, 5, 10 und 20 jährigen Perioden modernisiert. Die Abrissarbeiten werden ab April und Mai in vier Stadteilen von Istanbul beginnen und in ganz Anatolien fortgesetzt. Die städtische Modernisierung Istanbuls werde 2023, zum 100. Gründungsjahr der Türkischen Republik vollendet sein.