Diese Bundesl채nder bieten im neuen Schuljahr Islamischen Religionsunterricht an

Die H채lfte der 16 Bundesl채nder bietet im neuen Schuljahr혻2016/2017 Islamischen Religionsunterricht an. Laut einer Umfrage der혻Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) und Recherchen der „Welt“혻(Mittwoch) gibt es einen solchen bekenntnisorientierten Unterricht혻unter staatlicher Aufsicht in Nordrhein-Westfalen, Baden-W체rttemberg,혻Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Hinzu kommen혻Bayern und Schleswig-Holstein mit einem Islamischen Unterricht혻beziehungsweise einem Islamkundlichen Unterricht, der dem in den혻anderen genannten L채ndern praktizierten Modell nahe kommt.

Erreicht wurden durch diese Angebote im vergangenen Schuljahr혻sch채tzungsweise rund 37.500 Sch체ler. Das bev철lkerungsreichste혻Bundesland Nordrhein-Westfalen lag bei den absoluten Zahlen mit혻13.700 Sch체lern vorn und will im nun angelaufenen Schuljahr 2016/2017혻rund 16.100 Sch체ler erreichen – von 364.000 muslimischen M채dchen und혻Jungen, die zwischen Rhein und Ruhr eine Schule besuchen.

Am untersten Ende in diesem Ranking liegt das Saarland, wo in einem혻im vergangenen Schuljahr gestarteten Modellversuch 60 Sch체ler혻islamischen Religionsunterricht erhielten. Dort sowie in Hessen und혻in Rheinland-Pfalz gibt es au횩erdem alevitischen Religionsunterricht.

Kein ordentliches Lehrfach in Berlin

In den acht Bundesl채ndern ohne einen bekenntnisorientierten혻islamischen Religionsunterricht unter staatlicher Aufsicht ergibt혻sich kein einheitliches Bild. In Berlin organisiert die Islamische혻F철deration einen Islamunterricht, an dem laut Angaben der „Welt“ rund혻5.000 Sch체ler teilnehmen. Dort sowie in Brandenburg und Bremen ist혻Religionsunterricht allerdings kein ordentliches Lehrfach und혻untersteht nicht der staatlichen Schulaufsicht.

In Hamburg gibt es einen „Religionsunterricht f체r alle“, ein혻채hnliches Angebot existiert in Bremen. Keinen Islamischen혻Religionsunterricht gibt es derzeit in Brandenburg, Sachsen,혻Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Th체ringen. Aus dem혻Th체ringer Bildungsministerium hie횩 es auf Anfrage der KNA, ein Bedarf혻f체r islamischen Religionsunterricht sei „bisher nicht angemeldet혻worden“. Laut „Welt“ liegt das daran, dass die ostdeutschen혻Bundesl채nder mit Ausnahme von Berlin nur einen sehr geringen Anteil혻an muslimischen Sch체lern haben.

Vom islamischen Religionsunterricht zu unterscheiden sind Angebote혻wie Islamkunde – die oft im Rahmen des muttersprachlichen Unterrichts혻erteilt wird – oder der Ethikunterricht. Beides ist nicht in die혻Statistik eingeflossen. Zur Gesamtzahl muslimischer Sch체ler in혻Deutschland liegen dem Statistischen Bundesamt keine Angaben vor, wie혻die Beh철rde in Wiesbaden der KNA mitteilte.