Türkei: Starker Dollar setzt Unternehmen unter Druck

Der türkische Außenhandel gerät zunehmend unter Druck. Die Währungsschwankungen der letzen Zeit machen den türkischen Exporteuren zu schaffen. Der gestärkte Dollar und die schwache Lira haben einen negativen Effekt auf den türkischen Exporthandel. Dieser war im Februar 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13% auf 10.495.000 US-Dollar gesunken, so Mehmet Büyükekşi, Vorsitzender des Rates Türkischer Exporteure TIM (Türkiye İhracatçılar Meclisi).

Die türkische Wirtschaft konnte im vergangenen Jahr insgesamt ein Plus von 1,7% im Vergleich zu 2013 verzeichnen. In den ersten beiden Monaten von 2015 sank der Export insgesamt um 6,7%. Büyükekşi räumt ein, dass die Exporteure unvorbereitet auf diese Ereignisse waren. Vor allem der gestärkte Dollar macht Druck auf die Unternehmen. Bedingt durch die Talfahrt der Türkischen Lira machten die türkischen Exporteure im vergangenen Monat ein Minus von 900 Mio. US-Dollar.

TIM-Chef Büyükekşi äußerte, dass die jüngste Senkung des Leitzinses unter den Erwartungen der Exporteure lag. Er habe mit radikaleren Maßnahmen seitens der türkischen Zentralbank gerechnet. Um mindestens 1% hätte der Leitzins fallen müssen, so seine Forderung.

„Die Märkte warten in der nächsten Periode verunsichert auf ein Wunder“, so Büyükekşi. Das von ihm angesprochene Wunder könnte die US-Notenbank (FED) vollbringen, indem sie den Leitzins senkt und damit mehr Geld in Umlauf bringt.