Ecopop: Rechte Front gegen Zuwanderung und wirtschaftliche Freiheit

Wie Schweizer Zeitungen mitteilen, hat die umstrittene Gruppe Ecopop die n旦tigen Unterschriften f端r die Volksinitiative Stopp der berbev旦lkerung zusammengekommen. Mittels dieser soll das Bev旦lkerungswachstum durch Zuwanderung verbindlich auf 0,2 Prozent der Bev旦lkerung beschr辰nkt werden also auf rund 16 000 Personen im Jahr, inklusive Asylbewerber und Familiennachzug.

Durch das Drosseln der Immigration wolle Ecopop nach eigenen Angaben die nat端rlichen Ressourcen der Schweiz schonen notfalls auch zu Lasten des Wirtschaftswachstums. Der Zuzug solle zu einem unkontrollierten Zubetonieren der St辰dte f端hren, Zuwanderer w端rden die L旦hne dr端cken und die EU-L辰nder w端rden ihre Arbeitslosen in die Schweiz schicken.

Es klingt besser, aus Sorge um die Umwelt weniger Afrikaner zu wollen

Die Gruppe fordere im Rahmen der gleichen Initiative auch mehr zweckgebundene Entwicklungsgelder f端r Geburtenkontrolle in Afrika. Wird die Initiative angenommen, w端rde von Bern aus durch verbindliche zentralstaatliche Vorgaben ein enger Rahmen vorgegeben, in dem Kantone und Gemeinden k端nftig Fragen wie die der Bebauung sowie der Standortpolitik regeln k旦nnten. Es wird nicht damit gerechnet, dass es vor 2015 zu einer Abstimmung kommen wird.

Die seit 40 Jahren bestehende Gruppe Ecopop beruft sich auf die Thesenpapiere des Club of Rome, der in seinem Bericht aus dem Jahre 1972 vorhergesagt hatte, eine weitere Zunahme der Weltbev旦lkerung, Industrialisierung, Umweltverschmutzung und Nahrungsmittelproduktion w端rde zu einer vollst辰ndigen Ersch旦pfung nat端rlicher Ressourcen f端hren. Ein Groteil der Prognosen wurde zwar schon nach kurzer Zeit durch die reale Wirtschaftsentwicklung widerlegt, f端r die so genannte kologiebewegung dienen die Aussagen dieses Think Tanks jedoch heute noch als Begr端ndung f端r ihre Forderungen nach st辰rkerer staatlicher Kontrolle menschlichen Wirtschaftens und menschlicher Verhaltensweisen.

Kritiker der These einer angeblichen berbev旦lkerung werfen deren Verfechtern vor, konsequent die Kraft menschlicher Erfindungsgabe und des Wirtschaftswachstums zu untersch辰tzen. Das hohe Bev旦lkerungswachstum in den USA zwischen 1900 und heute h辰tte nach den Pr辰missen des Club of Rome zu Massenarmut und zum wirtschaftlichen Kollaps des Landes f端hren m端ssen statt zu dessen Aufstieg zur Weltmacht. Nicht das Bev旦lkerungswachstum sei ein Problem, sondern der Mangel an Rechtsstaatlichkeit, Bildung und wirtschaftlicher Freiheit in vielen Staaten der Erde.

Kritiker werfen Ecopop und Gleichgesinnten vor, unter dem Deckmantel des Umweltschutzes nicht nur eine wachstums- und innovationsfeindliche Panikmache zu betreiben mit dem Ziel, wirtschaftliche und b端rgerliche Freiheiten einzuschr辰nken, sondern auch mit rassistischen Ressentiments zu kokettieren. Es klinge zwar politisch korrekter, aus vorgeblicher Sorge um die Umwelt weniger Afrikaner sehen zu wollen. Am rassistischen und kulturalistischen Unterton 辰ndere sich jedoch nichts Wesentliches.

Konservative Christen lassen sich mittels Islamangst weichkochen

Bereits jetzt kam Unterst端tzung f端r die Initiative auch aus rechtsradikalen Gruppen und sogar aus christlich-fundamentalistischen Kreisen wie der Evangelisch-Demokratischen Union (EDU). Das Ph辰nomen einer Querfront zwischen ideologisch gepr辰gter Umweltpolitik und fremdenfeindlichen Denkweisen ist nicht neu. Auch in Deutschland hatten beispielsweise so genannte islamkritische Gruppen und Publikationen eine versch辰rfte weltweite Politik zur Geburtenkontrolle im Rahmen der Klimaschutzpolitik gefordert, um die Bev旦lkerungsvermehrung in mehrheitlich von Muslimen bev旦lkerten L辰ndern zu stoppen. Die Angst vor Einwanderern d端rfte deshalb auch der Ecopop-Initiative massive Unterst端tzung von ganz Rechts einbringen.

Obwohl christliche und konservative Kreise in westlichen L辰ndern Ideen zu staatlicher Bev旦lkerungskontrolle und staatlicher Steuerung des Privat- und Familienlebens traditionell meist kritisch gegen端bergestanden hatten, scheinen Appelle an die Angst vor dem Islam und vor Zuwanderung in Europa mittlerweile auszureichen, um diese selbst f端r extrem invasive etatistische Forderungen begeistern zu k旦nnen. Auch die innige Liebe vieler b端rgerlicher Kr辰fte zu Sarrazin und Buschkowsky spricht B辰nde