Erdoğan und Ahmadinedschad besprechen Sicherheitsfragen

Der türkische Ministerpräsident Erdoğan ist am Dienstag am Rande eines Treffens der „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit“ (ECO)* in Baku überraschend mit dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad zusammengetroffen.

Berichten zufolge trafen sich die beiden Politiker, um über die Situation in Syrien zu diskutieren. Im Rahmen des etwa 40-minütigen Treffens waren auch der türkische Außenminister Davutoğlu und einer der stellvertretenden Vorsitzenden der regierenden AKP anwesend. Der Konflikt in Syrien hatte das Verhältnis zwischen der Türkei und dem Iran zuletzt belastet, da die beiden Länder unterschiedliche Seiten in dem Konflikt unterstützen.

Die türkische Zeitung „Zaman“ berichtete außerdem, dass das umstrittene iranische Atomprogramm und der iranische Flügel der PKK, die sog. Partei für ein freies Leben in Kurdistan (PJAK), während des Gesprächs thematisiert worden seien. Letzte Woche hatten festgenommene PKK-Kämpfer in Verhören durch türkische Sicherheitskräfte von einem angeblichen Abkommen der PJAK und der iranischen Regierung berichtet.

*„Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit“, englisch: Economic Cooperation Organization, kurz ECO), wurde 1985 von Iran, Pakistan und der Türkei gegründet, um eine Art Freihandelszone zu schaffen. Der türkische Präsident ist derzeit der Generalsekretär der Organisation.