Gedenkfeier für die Opfer des Brandanschlags von Mölln

Mölln – Am Samstag hatten bereits mehrere hundert Menschen gegen Rechtsextremismus demonstriert und mit einem Solidaritätskonzert an die Opfer erinnert. Vor rund 700 Zuhörern bekundeten am Samstagabend der Hamburger Musiker Jan Delay und andere Künstler ihre Solidarität mit den Opfern und deren Familien. Am Vormittag hatten rund 800 Menschen in Mölln gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft demonstriert.

Zu der Kundgebung unter dem Motto „Rassismus tötet“ hatten die Linkspartei und antifaschistische Gruppen aufgerufen. Unter den Demonstranten waren auch Mitglieder der Familie Arslan, die bei den Anschlägen drei Angehörige verloren hatte. Die meisten Teilnehmer der Demonstration waren aus anderen Städten angereist.

Am 23. November 1992 hatten Neonazis zwei von Ausländern bewohnte Häuser in Brand gesetzt. Eine türkische Großmutter und zwei ihrer Enkeltöchter wurden getötet, neun weitere Menschen teils schwer verletzt. Die Tat sorgte über Deutschlands Grenzen hinaus für tiefes Entsetzen. (dpa)