VfB zum Trainingslager in Belek

Heimweh-Großkreutz stinksauer auf Stuttgart: „Ich komme nicht mit“

Solche Geschichten schreibt auch nur der Fußball. „Das gibt’s doch gar nicht“, wird sich Kevin Großkreutz gedacht haben. Das Pech scheint ihn auf Schritt und Tritt zu verfolgen.

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Denn nach seinem fast perfekten Wechsel an den Neckar teilten ihm die Verantwortlichen des VfB Stuttgart mit, dass er wieder zurück in die Türkei müsse. Grund: Das Team absolviert vom 5. bis zum 14. Januar ein Trainingslager in Belek.

„Ich glaube, ich höre nicht richtig“, wurde Kevin Großkreutz nach dem Medizincheck in lokalen Medien zitiert. „Ich verlasse Galatasaray, weil ich Heimweh habe, und komme zurück nach Deutschland, und ihr sagt mir, ich soll wieder in die Türkei?“ Dann folgten die fast schon bedrohlichen Worte: „Ich werde zwar unterschreiben, aber ich komme nicht mit nach Belek“.

Er habe am Samstag bereits all seine Sachen in Istanbul zusammengepackt und beim Abflug sich selbst versprochen, nie wieder türkisches Territorium zu betreten. „Ich hatte hier so eine schlimme Zeit, das Kapitel Türkei ist für mich ein für alle Mal beendet“, erklärte Großkreutz einem deutschtürkischen Fluggast, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Doch es kommt nun wohl anders als erhofft. Der VfB ließ bereits klarstellen, dass eine Planänderung nicht in Frage komme. „Wir haben unsere letzten Groschen zusammengekratzt, um Kevin und Galatasaray von einem Wechsel zu überzeugen“, so der irritierte Sportdirektor Robin Dutt. „Wir können jetzt nicht das Trainingslager in Belek absagen, das können wir uns finanziell nicht leisten“.

Es hat den Anschein, dass Kevin nach seinem Weggang aus Dortmund von jeglichem Fußballglück verlassen ist. Schon vor seiner finalen Unterschrift sorgt er im Schwabenländle für Unruhe. Bleibt für ihn und Stuttgart zu hoffen, dass dieser satirische Text nur ein Hirngespinst bleibt und der Wechsel für alle Seiten der richtige Schritt ist.