Hamas erl채sst Fatwa zur Einhaltung der Waffenruhe

Gaza/Tel Aviv – Israel habe einer ersten Lockerung der Gaza-Blockade zugestimmt und die Zone ausgeweitet, in der vor der Enklave im Mittelmeer gefischt werden darf, teilte die radikal-islamische Pal채stinenserorganisation mit.

K체nftig d체rften Fischer aus Gaza wieder bis zu sechs Seemeilen (gut elf Kilometer) aufs Meer hinaus fahren, sagte der Hamas-Funktion채r Salah al-Bardaweel am Samstag. Dies habe 횆gypten mitgeteilt. Bisher durften sich Fischer nicht weiter als drei Seemeilen von der K체ste entfernen. Weder das Verteidigungsministerium noch die israelische Armee wollten sich allerdings dazu am Sonntag 채u횩ern. Durch die Einschr채nkung der Fangzone waren in den vorangegangenen Jahren die k체stennahen Gew채sser leergefischt worden und wurden viele Fischer in dem verarmten Gebiet arbeitslos.

Das von der Hamas kontrollierte Religionsministerium ver철ffentlichte am Samstag eine Entscheidung von Suleiman al-Daja, dem Leiter der Fatwa-Abteilung in der Beh철rde. 얛ie Wahrung der Waffenruhe, die von unseren 채gyptischen Br체dern vermittelt wurde, ist die Pflicht eines jeden Einzelnen von uns, hie횩 es darin. Verst철횩e seien eine S체nde. Fr체here Waffenruhe-Vereinbarungen zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas waren h채ufiger von militanten Splittergruppen gebrochen worden.

Schon am Freitag waren Hamas-Polizisten nach einem t철dlichen Zwischenfall an der Grenze zu Israel im Einsatz, um weitere Gewalt zu unterbinden. Zugleich legten die Pal채stinenser Beschwerde bei den Vereinten Nationen in New York gegen die T철tung eines Demonstranten ein. Israelische Soldaten hatten nach pal채stinensischen Angaben bei Unruhen am Grenzzaun einen 20-J채hrigen erschossen und 24 Demonstranten verletzt. Nach Angaben der israelischen Armee hatte man zuvor Warnsch체sse abgegeben.

Die Bev철lkerung Gazas hofft auf eine Lockerung der israelischen Blockade

Nach acht Tagen blutiger Gewalt hatten beide Seiten am Mittwochabend einer Feuerpause zugestimmt. In der Vereinbarung waren Gespr채che 체ber eine Lockerung der Blockade in Aussicht gestellt worden. Die 1,7 Millionen Gaza-Bewohner hoffen jetzt auch auf Reiseerleichterungen und freien Warenverkehr mit dem Ausland.

Die Hamas hatte bei den achtt채gigen erbitterten K채mpfen mit Israel gro횩e Verluste durch 1500 israelische Angriffe aus der Luft und von See aus erlitten. Nach j체ngsten Angaben aus dem Gazastreifen starben insgesamt 170 Pal채stinenser, mehr als 1200 wurden verletzt.

Der Chef der pro-iranischen Hisbollah-Miliz, Hassan Nasrallah, drohte Israel indes am Sonntag mit massivem Raketenbeschuss, sollte der Libanon angegriffen werden. 얱enn Israel schon von einer Handvoll Fadschr-5-Raketen ersch체ttert war, die w채hrend acht Tagen abgefeuert wurden, wie will es dann Tausenden von Raketen standhalten, die auf Tel Aviv und andere St채dte niederregnen werden, sollte es den Libanon angreifen, sagte Nasrallah in Beirut.

Bundesau횩enminister Guido Westerwelle sieht im Nahost-Konflikt die USA in der Pflicht. 얝ine Auss철hnung im Nahen Osten hat nur dann eine wirkliche Chance, wenn die Amerikaner ihre Schl체sselrolle wahrnehmen, sagte der FDP-Politiker am Sonntag der Wochenzeitung 얛ie Zeit in Hamburg. Zu der Waffenruhe sagte er: 얛araus muss erst mal ein nachhaltiger Waffenstillstand werden. Und daf체r gibt es noch sehr viel zu tun. (dpa)