Historisches Ereignis für Muslime in Deutschland

Die „Zaman“ berichtet, dass die Verträge die Muslime auf die Hamburgische Verfassung und den Grundwerte-Kanon des Grundgesetzes verpflichten würden. Die Verträge behandelten unter anderem Themen wie religiöse Toleranz und die Gleichstellung von Mann und Frau. Hamburg ist das erste Bundesland, das einen solchen Vertrag mit islamischen Religionsgemeinschaften schließt.

„Dies ist ein historischer Tag für Hamburg und für Deutschland“, sagte Dr. Zekeriya Altuğ von der Türkisch-Islamischen Union (DITIB). „Die freie und weltoffene Hansestadt Hamburg kann damit Akzente für die Zukunft setzen.“

Die in den Verträgen getroffenen Vereinbarungen ermöglichen die Beteiligung muslimischer Lehrer am konfessionsübergreifenden Religionsunterricht für alle Kinder nach dem Hamburger Modell. Auch ein individueller Rechtsanspruch muslimischer Schüler und öffentlich Bediensteter auf Freistellung an islamischen Feiertagen wird geregelt. Islamische Feiertage werden den christlichen jedoch nicht generell gesetzlich gleichgestellt.

„Die Verträge sollten ein leuchtendes Vorbild auch für andere Bundesländer sein“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Aydan Özoğuz.

Ramis Kılıçarslan