Inhaftierte PKK-Terroristen beenden ihren Hungerstreik

Mehmet Öcalan, der Bruder des inhaftierten Ex-Führers der Terrororganisation PKK, verkündete am Samstag eine eindeutige Botschaft seines Bruders Abdullah Öcalan,: „Ich fordere die inhaftierten Hungerstreikenden auf, ohne irgendwelche Zweifel ihre Aktion sofort zu beenden!” Abdullah Öcalan habe weiterhin gesagt, dass er die Art des Aktivismus nicht für richtig befinde: „Wenn es unbedingt ein Hungerstreik sein soll, dann sollten nicht die ohnehin unter erschwerten Bedingungen lebenden Inhaftierten hungern, sondern jene, die draußen sind. Keiner darf seine Aufgaben und Verantwortungen an jene abwälzen, die ohnehin krank und anfällig sind und zwischen vier engen Wänden leben.”

Die Botschaft, die von der Insel Imrali kam, wurde vom Parteivorsitzenden der BDP, Selahattin Demirtaş, begrüßt. Verschiedene Funktionäre der BDP haben in weiterer Folge auch verschiedene Gefängnisse besucht, den streikenden Häftlingen die Botschaft übermittelt und sie aufgefordert, mit dem Hungerstreik aufzuhören.

Als Erste haben die Häftlinge des Izmir Buca-1 und Buca-2, sowie des Gefängnisses „Aliağa Şakran” ihren Hungerstreik beendet. 520 streikende Häftlinge haben verkündet, mit ihrem Hungerstreik aufzuhören. Gleich daraufhin hat das Personal der örtlichen medizinischen Einrichtungen die Inhaftierten untersucht. Bülent Arınç, Stellvertreter des Ministerpräsidenten Erdoğan, hatte am Tag zuvor erklärt, dass es jeden Moment zu einem Ende des Hungerstreiks kommen könne. Im Vorfeld hatte die Regierung dem Parlament ein Gesetz vorgelegt, nach dem es ermöglicht wird, Gerichtsaussagen in der eigenen Muttersprache zu tätigen.

Dieses Zugeständnis wird von Experten als eine Art „Tribut” tituliert.

Der Parteivorsitzende der BDP, Selahattin Demirtaş hat zudem angekündigt, dass die aus Solidarität „hungerstreikenden” Abgeordneten auch wieder zur Tagesordnung übergehen würden, sobald die Häftlinge aufgehört hätten, zu hungern.