Kardelen spendet 1000 Euro f端r House of One

Der im Berliner Bezirk Spandau ans辰ssige Kulturverein Kardelen hat f端rdas Projekt House of One 1000 Euro gespendet. Der Vereinsvorsitzender Mehmet Can 端bergab dem Imam Kadir Sanc脹, dem muslimischen Vertreter des Projekts, den Spendencheck. Bei der bergabe sagte Mehmet Can, dass das Projekt sie einfach 端berzeugt habe und es nicht schwer gewesen sei, diese Summe zu spenden.

Hinter dem Projekt House of One steht der Verein Bet- und Lehrhaus Petriplatz Berlin e.V. Das Projekt sieht vor, an historischer St辰tte in Berlin ein Geb辰ude zu errichten, das sogenannte House of One, das eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee beherbergen soll. Die Gebetsst辰tten der drei Religionen sollen in der Mitte durch ein Begegnungszentrum verbunden sein. Der muslimische Tr辰ger des Projektes ist der Dialogverein Forum f端r Interkulturellen Dialog (FID).

Wir sch辰tzen unsere Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Kadir Sanc脹, der Imam und Lehrbeauftragter der Universit辰t Potsdam ist, betonte im Zusammenhang mit dem Projekt, dass sie Gl辰ubige und Menschen zusammenf端hren, aber auf keinen Fall die Religionen 辰ndern wollten. Sanc脹 sagte: Wir sch辰tzen unsere Gemeinsamkeiten mit anderen Menschen, mit jenen, die andersgl辰ubig sind. Wir sch辰tzen aber auch unsere Unterschiede. Es geht uns nicht darum, die Religionen zu 辰ndern. Es geht uns darum zu zeigen, dass wir uns sch辰tzen und zusammenleben k旦nnen. Wir wollen von Berlin aus diese Botschaft an die Welt senden.

Sanc脹 辰uerte sich auch 端ber die Widerst辰nde. Laut Sanc脹 kam bisher der gr旦te Widerstand nicht von Muslimen oder den beiden anderen Religionen, sondern von den sogenannten Altheiden. Diese behaupteten, dass an der Stelle, wo das House of One stehen soll, n辰mlich auf den Fundamenten der Petrikiche und der Lateinschule aus dem Mittelalter, zuvor laut ihrer Sage ein Tempel der Altheiden gestanden habe. Sanc脹 f端gte aber auch hinzu, dass sich die Neuheiden von den Altheiden distanziert h辰tten. Anders als Atheisten seien diese Gruppen Religionsgemeinschaften.

Spendernamen sollen nicht verlorengehen

Die Idee zu diesem Projekt kam 2009 w辰hrend der arch辰ologischen Ausgrabungen an dem Ort, an demfr端her die Petrikirche stand. Bei diesen Ausgrabungen stie man auf die Fundamente der Petrikirche und der 1350 errichteten Lateinschule, der 辰ltesten Bildungseinrichtung Berlins. Da entstand die Idee, ein Haus zu errichten, in dem sich auch Gl辰ubige anderer Religionen, die in Berlin vertreten sind, zusammenkommen k旦nnen. Zu diesem Zweck gr端ndete man den Verein Bet- und Lehrhaus.

38 Architekturb端ros lieferten Projekte, wie dieses Haus aussehen k旦nnte. Am 3. Juni 2014 begann eine Spendenkampagne. F端r die Fertigstellung des Hauses werden 43,5 Millionen Euro ben旦tigt. Zusammengekommen seien bisher um die 170.000 Euro. Gespendet haben an die 2500 Spender aus 35 L辰ndern, darunter aus Orten wie Hong Kong. Mit dem Bau wolle man 2016 beginnen. Spender k旦nnen f端r 10 Euro einen symbolischen Stein erwerben. Sanc脹 erkl辰rte, dass sie auch planten, die Namen der Spender zu verewigen.