Kein neuer Vertrag für Michael Schumacher – Nachfolger Hamilton?

Am 25. November wird der 43-Jährige Rekordweltmeister seinen letzten Formel-1-Grand-Prix für das deutsche Mercedes-Werksteam bestreiten. „Ich hatte drei schöne Jahre beim Mercedes-F1-Team, die leider sportlich nicht so gelaufen sind, wie wir uns das alle gewünscht hatten“, kommentierte Schumacher in der Pressemitteilung.

Der siebenmalige Weltmeister war 2010 nach einer dreijährigen Pause in die Königsklasse des Motorsports zurückgekehrt. Von Erfolg war seine Zeit bei dem Team aber nicht geprägt. Nach 91 Siegen und 68 Pole Positions in seiner ersten Laufbahn von 1991 bis zu seinem ersten Rücktritt 2006 schlugen von 2010 bis jetzt null Siege zu Buche. Immerhin gelang ihm in diesem Jahr beim Klassiker in Monaco die Bestzeit in der Qualifikation. Aufs Podium kam Schumacher nur einmal: Beim Großen Preis von Europa wurde er in Valencia Dritter.

Der 27 Jahre alte britische Ex-Champion Lewis Hamilton soll das Steuer des Silberpfeils für drei Jahre übernehmen. Medienberichten zufolge soll das Vertragsvolumen bei 75,5 Millionen Euro liegen. „Ich wünsche Lewis alles Gute und der gesamten Mannschaft den Erfolg, für dessen Aufbau wir so hart gearbeitet haben“, sagte Schumacher.

Alle wichtigen Teams langfristig an die Formel 1 gebunden

Mercedes hat nach langem Poker als letztes Top-Team den neuen Formel-1-Grundlagenvertrag unterzeichnet. Zudem wird der dreimalige Weltmeister Niki Lauda Aufsichtsratsvorsitzender des Teams. Der Grundlagenvertrag regelt die Verteilung der Vermarktungseinnahmen und soll bis 2020 gelten. Der schwäbische Autobauer hatte mit Ecclestone lange um die Konditionen für einen Verbleib in der Königsklasse des Motorsports gerungen. Mercedes war verärgert darüber, dass Ecclestone den Rivalen Ferrari, McLaren und Red Bull höhere Bonuszahlungen gewähren wollte.

Mit der Zustimmung von Mercedes rückt möglicherweise auch der Börsengang der Formel 1 wieder näher. Ecclestone will die Rennserie in Singapur an die Börse bringen und einen zweistelligen Millionenbetrag erlösen. Mit der Unterschrift des deutschen Autokonzerns hat Ecclestone nun alle wichtigen Teams langfristig an die Formel 1 gebunden. (dpa)