Mehr Migranten zum Bund – aber keine Fremdenlegion

Verteidigungsminister Thomas de Maizi├Ęre will mehr Migranten mit deutschem Pass f├╝r die Bundeswehr gewinnen. ┬źIch m├Âchte, dass die Bundeswehr repr├Ąsentativ ist f├╝r den Querschnitt der Bev├Âlkerung┬╗, sagte er am Mittwoch bei einem Besuch in der t├╝rkischen Hauptstadt Ankara. Eine Aufnahme von Ausl├Ąndern in die Truppe lehnte de Maizi├Ęre dagegen ab. ┬źEin Modell einer Fremdenlegion kommt f├╝r Deutschland nicht in Frage┬╗, betonte der Minister.

Einige Nato-Verb├╝ndete wie die USA, Gro├čbritannien, Frankreich und Spanien nehmen unter bestimmten Bedingungen Ausl├Ąnder auf. In Deutschland ist die deutsche Staatsangeh├Ârigkeit Voraussetzung.

Wie viele Soldaten ausl├Ąndischer Abstammung sind, wird bei der Bundeswehr nicht erfasst. Eine Umfrage unter freiwillig Wehrdienstleistenden hat laut Ministerium allerdings k├╝rzlich einen Anteil von 26 Prozent Migranten im Vergleich zu 27 Prozent zur Gesamtbev├Âlkerung in dieser Altersklasse ergeben.

De Maizi├Ęre wurde bei seinem Besuch in der T├╝rkei von zwei Offizieren mit t├╝rkischen Wurzeln begleitet. Sein Vorsto├č wurde nach seinen Angaben auch vom t├╝rkischen Verteidigungsminister Ismet Yilmaz begr├╝├čt.

Der sagte de Maizi├Ęre auch zu, die Anerkennung des freiwilligen Wehrdienstes in Deutschland f├╝r doppelte Staatsb├╝rger zu pr├╝fen. Bis zur Aussetzung der Wehrpflicht in Deutschland vor einem Jahr wurde der zuletzt sechsmonatige Wehrdienst von der t├╝rkischen Regierung f├╝r Doppelstaatler anerkannt. Sie wurden von dem Wehrdienst in der T├╝rkei, der in der Regel 15 Monate dauert, befreit.

Seit dem 1. Juli 2011 gibt es in Deutschland einen freiwilligen Wehrdienst, der durchschnittlich ebenfalls 15 Monate dauert. Yilmaz verwies darauf, dass gesetzlich bisher nur die Anerkennung eines Pflichtdienstes m├Âglich ist.