Migration in der Türkei: 12 Millionen Menschen in den letzten fünf Jahren umgezogen

Einem Bericht des Türkischen Statistik-Instituts (TÜİK) zufolge sind von 2009 bis 2014 über 12 Millionen Menschen von einer türkischen Stadt in eine andere gezogen. Die beliebtesten Städte, in die die Menschen gezogen sind, waren Istanbul, Ankara und Antalya. Dagegen sind Van, Ağrı und Erzurum die Städte, aus denen die meisten Menschen weggezogen sind. Insgesamt gab es Binnenmigration in über 52 Städte der Türkei.

Istanbul ist allerdings immer noch die attraktivste Stadt der Türkei und nahm in den letzten fünf Jahren 2.151.415 Türken aus dem ganzen Land auf, während 1.815.932 dem Institut zufolge aus der Stadt auszogen. In einem separaten Bericht von Allianz, einem der weltgrößten Versicherungskonzerne, über Megastädte wurde Istanbul als eine der bevölkerungsreichsten Städte genannt. Mit den 14,16 Millionen Einwohnern landete die Stadt auf Platz 15. Bis Ende 2030 soll die Bevölkerung in Istanbul auf 17 Millionen steigen und damit auf Platz 20 der Städte mit der größten Bevölkerung landen. Dabei handelt es sich jedoch um die offiziellen Zahlen, die faktische Einwohnerzahl wird bedeutend höher geschätzt.

In dem Bericht heißt es weiter, dass in den zukünftigen Megastädten immer mehr Menschen in kleineren Haushalten wohnen werden, da sich das Bild einer traditionellen Familie immer weiter auflöst. Aus diesem Grund wird der Wohnraumbedarf wesentlich steigen. Dieser Herausforderung könne man mit innovativer Technologien entgegenwirken.