Mittelfeldspieler erstmals in dieser Saison in der Startelf

Şahin wieder verletzt – aber “stärker als zuvor”

Von: ,

Es war erst sein erster Einsatz in dieser Bundesliga-Saison. Doch nach nur 36 Minuten musste Nuri Şahin vom Feld. Nicht etwa aber seine Leistung stimmte nicht, es war eine Verletzung, die ihn am weiteren Mitwirken gegen die Borussia aus Mönchengladbach (4:1) hinderte. “Ich dachte, dass sich das rauslaufen könnte, aber es wurde von Minute zu Minute schlimmer”.

Seit seinem Weggang aus Dortmund im Jahr 2011 kann sich die Krankenakte des türkischen Nationalspielers sehen lassen – im negativen Sinne. Besonders eine Sehnenreizung setzte ihn lange Zeit außer Gefecht. Sein altes Niveau erreichte er nie wieder. Regelmäßige Kniebeschwerden warfen ihn immer wieder zurück.

Auch am Samstag war es wieder das Knie. Doch anders als zunächst befürchtet fällt er dieses Mal nicht länger aus. Der BVB teilte am Sonntag mit, dass die Ausfallzeit auf zwei Wochen geschätzt werde.

Es kommt nicht von ungefähr, dass Şahin der Startelf näher gerückt ist. “Nuri hat seit drei Wochen noch mal seine Ausstrahlung verändert – trotz der vielen harten Entscheidungen auch gegen ihn”, erklärte sein Trainer Thomas Tuchel. “Er ist durch ein Tal der Tränen gegangen. Jetzt ist er stärker als zuvor.” Selbst Gerüchte um einen Abschied – auch Gladbach stand zur Debatte – warfen ihn nicht vollständig aus der Bahn.

Dass er eine andere Ausstrahlung hat und gewillt ist, wieder die einstige Rolle der Dortmunder Leitfigur zu spielen, bewies Şahin schon mal im Anschluss an das Spiel: “Ich habe den Jungs gerade im Kreis gesagt, dass wir nichts mehr zu verschenken haben. Bis zur Winterpause darf keiner mehr vom Gas gehen.” 

Er selbst muss jetzt erstmal auf die Bremse treten. Es gibt Hoffnung, dass die Fans einen anderen Şahin in der Rückrunde erleben werden.