„Mohammed-Schmähfilm“: Proteste in Deutschland erlaubt

In Freiburg im Breisgau ist für Freitag eine Demonstration gegen das Schmähvideo geplant. Die Polizei rechnet mit 800 Teilnehmern und erwartet einen friedlichen Verlauf. Die Demo sei regulär angemeldet und in einem Vorgespräch besprochen worden, erklärte ein Polizeisprecher. Auch in Münster will ein Verein unter dem Motto „Gegen den religionsbeleidigenden Film im Internet“ in der Innenstadt demonstrieren. Weitere Proteste sind am Wochenende unter anderem in Cuxhaven, Hannover, Karlsruhe und Dortmund geplant.

USA und Frankreich wollen deeskalieren

Nach der Veröffentlichung weiterer Mohammed-Karikaturen in einem französischen Satire-Magazin eine für Freitag angesetzte Demonstration von der französischen Regierung verboten, um gewaltsame Ausschreitungen zu vermeiden.

Das Pariser Außenministerium hatte unmittelbar nach Veröffentlichung der Karikaturen angekündigt, vorsorglich Botschaften, Konsulate und französische Schulen in rund 20 Ländern zu schließen.

Die US-Regierung versucht derweil, deeskalierend auf die zunehmend gewaltsamen Proteste einzuwirken. Auf sieben pakistanischen Sendern kaufte Washington Sendezeit, um einen Spot zu zeigen, in dem sich Präsident Barack Obama und Außenministerin Hillary Clinton von dem Video distanzieren. Obama und Clinton betonen darin, dass die USA alle Religionsgruppen akzeptieren. Die Regierung sei nicht für das islamfeindliche Video verantwortlich.