15 Meter unter der Erdoberfläche

Nevşehir erlebt Weltpremiere mit Keramikmuseum im Fels

Das in Fels gehauene, unterirdische Güray-Keramikmuseum wird als neue Touristenattraktion in Nevşehir in diesem Jahr offiziell eröffnet.

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Das Kappadokische Untergrund-Keramikmuseum (Güray Museum) soll das erste in Felsen gehauene Keramikmuseum der Welt sein und gehört zu den beliebtesten Touristenzielen im Bezirk Avanos in der zentralanatolischen Provinz Nevşehir.

Die Keramikfabrik Güray, eine der ältesten ihrer Art in der Region, hat fünf Jahre lang daran gearbeitet und seit April des Vorjahres fast 500 Stücke ausgestellt. Das Museum erstreckt sich über eine Fläche von 1500 Quadratmetern und befindet sich 15 Meter unter der Erdoberfläche.

Der Eigentümer des Museums, Güray Tüysüz, sprach von einem 20 Jahre alten Traum, den er sich erfüllt hätte. Die Idee wäre ihm gekommen, als er über die Jahre hinweg Keramikstücke gesammelt hätte. Seine Familie produziere nunmehr bereits in fünfter Generation Keramik und Töpferwaren.

„Das Museumsprojekt war ein Traum von 20 Jahren“, betonte Tüysüz gegenüber Hürriyet. „Es war schwierig, die Teile zusammenzufügen. In den letzten fünf Jahren unseres Projekts arbeiteten wir den Felsen unter unserer Fabrik zurecht und stellten den Bau fertig. Das ist eine Weltpremiere als in Stein gehauenes Untergrundmuseum. Wir zeigen, wie Keramikproduktion in Anatolien seit der Frühzeit betrieben wird.“

Güray-Museum mit Ganztagsbetrieb

Das Museum besteht aus drei Abschnitten. Im ersten werden historische Artefakte aus der Frühzeit der Keramikproduktion ausgestellt. Im zweiten sind jüngere Exponate und Lebensläufe der weltweit berühmtesten türkischen Keramikkünstlern unter dem Titel „Moderne Zeiten“ zu besichtigen, darunter auch von noch lebenden. Der dritte Abschnitt besteht aus einer Halle, wo Künstler ihre Ausstellungen abhalten können, sowie einem Café und einer Bücherei.

Besuchern zugänglich ist das Museum bereits seit April 2014, aber in diesem Jahr werde, so Güray, erst die offizielle Eröffnung stattfinden.

„Es wird ein privates Museum sein, aber wir arbeiten auch mit dem Kultur- und Tourismusministerium zusammen“, betonte er. „Am Vormittag wird es regulären Museumsbetrieb geben, am Abend dann Treffen, Seminare, Musikkonzerte und private Abendveranstaltungen. Künstler können auch jederzeit ihre Werke ausstellen.“