Pekings strategische Partnerschaften mit Zentralasien

China und Turkmenistan haben w채hrend eines Besuches des turkmenischen Staatspr채sidenten Gurbanguly Berdymukhammedov in Peking eine strategische Partnerschaft vereinbart. Ab dem Inkrafttreten dieser Vereinbarung mit Turkmenistan wird China strategische Partnerschaften mit allen f체nf zentralasiatischen Staaten ins Leben gerufen haben. Im vergangenen Jahr waren bereits mit Tadschikistan und Kirgistan 채hnliche Abkommen geschlossen worden.

W채hrend man 체ber strategische Partnerschaften als Gemeinpl채tze reden k철nnte, gibt es keinen Zweifel daran, dass China seine Beziehungen zum rohstoffreichen Turkmenistan ernst nimmt. Berdymukhammedov wurde mit allen milit채rischen Ehren in Peking empfangen und die Volksbefreiungsarmee nutzte die Gelegenheit, um ihre erste weibliche milit채rische Ehrenformation in der 횜ffentlichkeit vorzustellen, die nach Angaben der South China Morning Post 엁inigen Eindruck auf den hohen Gast aus dem Westen machte. Es ist immerhin die erste weibliche Ehrengarde seit Gr체ndung der Truppe im Jahre 1952.

Der Schwerpunkt derchinesisch-turkmenischen Beziehungen liegt dabei ganz klar auf dem Energiesektor. Erst in der vergangenen Woche weihte Pr채sidentBerdymukhammedov zwei von den Chinesen gebaute Erdgasaufbereitungsanlagen ein, wobei die turkmenischen Gasexporte nach China von 25 Milliarden Kubikmetern in diesem Jahr auf 65 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2020 steigen sollen.

Kostenintensive Milit채rhilfe f체r Tadschikistan

W채hrend seiner China-Reise besuchte Staatspr채sident Berdymukhammedov auch das Koordinationsb체ro der chinesischen Luft- und Raumfahrttechnik, um m철gliche Felder der Zusammenarbeit auf diesem Gebiet auszuloten. Die beiden Seiten unterzeichneten des weiteren Kooperationsabkommen auf den Gebieten der Infrastruktur, Telekommunikation, Landwirtschaft, Gesundheit und Technologie.

Bislang hat die Zusammenarbeit in Sachen Sicherheit noch hinterhergehinkt. Offiziell neutral, ist Turkmenistan doch Mitglied in der chinesischen zentralasiatischen Sicherheitsgruppe, der sogenannten Schanghai Kooperationsorganisation. Trotzdem unterstrich der chinesische Pr채sident Xi Jinping die Rolle Turkmenistans in der Sicherheitsarchitektur in der Region: 얚hina wei횩 die Bem체hungen Turkmenistans f체r eine Erhaltung von Sicherheit und Stabilit채t in der Region zu sch채tzen, sagte Xi. China versprach seinem Nachbarn Tadschikistan unl채ngst milit채rische Hilfe in H철he von mehreren hundert Millionen Dollar. Somit scheinen auch die milit채rischen Beziehungen Chinas zu seinen Nachbarn einer neuen Bewertung unterworfen worden zu sein.

Turkmenistan ist au횩erdem reich an dem seltenen Mineral Ozokerit, an mineralischen Salzen, Schwefel und Phosphaten. Des Weiteren gibt es Hinweise auf Gold- und Platinvorkommen. Obwohl das Land Interesse an ausl채ndischen Investoren zeigt, h채lt es doch an einem staatlich gelenkten Energiesektor fest. (eurasianet/dtj-online)