Sachsen-Anhalt will Islamunterricht einf端hren

Sachsen-Anhalts neue Landesregierung will islamischenReligionsunterricht in dem Bundesland einf端hren. Das geht aus dem amDonnerstag ver旦ffentlichten Koalitionsvertrag von CDU, SPD und Gr端nenhervor. Darin legen die Koalitionspartner fest, „dass sie ein demkonfessionellen Religionsunterricht vergleichbares Unterrichtsangebotf端r muslimische Sch端lerinnen und Sch端ler im Land Sachsen-Anhalteinf端hren wollen“. Die Voraussetzungen daf端r seien „zu pr端fen“.Bisher wird nur Ethikunterricht sowie evangelischer und katholischerReligionsunterricht erteilt.

Sachsen-Anhalt ist eines der Bundesl辰nder mit dem geringsten Anteil an muslimischen B端rgern. Wegen des Fl端chtlingszuzugs istjedochnach Angaben der f端nf muslimischenGemeinden in Sachsen-Anhalt deren Mitgliederzahl im vergangenen Jahrvon rund 1.000 auf 2.300 gestiegen. Auch st端ndenGemeinde-Neugr端ndungen etwa in Hettstedt, Naumburg und Wittenberg an.

Zuletzt hatte das Kultusministeriumin Bayern bekanntgegeben, dass der Modellversuch islalischer Religionsunterricht in Bayern k端nftig stark ausgebaut werden soll. Ab dem kommenden Schuljahr soll er statt wie bisher an 260 an 400 Schulen landesweit angeboten werden. Anfang des Jahres bescheinigte eine Studie des Essener Zentrumsf端r T端rkeistudien und Integrationsforschung eine hohe Zufriedenheit unter Sch端lern und Lehrern mit dem islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen. Dort wird der Islamunterricht bereits seit dem Schuljahr 2012/2013 angeboten. (kna/ dtj)