Selbstmordattent채ter sprengt sich vor Moschee in die Luft

Kabul – 50 Menschen seien bei der Explosion im gr철횩ten Gotteshaus der Provinzhauptstadt Meimane verletzt worden, sagte der stellvertretende Provinzchef Abdul Sattar Bares am Freitag. Der Selbstmordattent채ter habe eine afghanische Polizeiuniform getragen.

Hunderte Gl채ubige hatten sich f체r das Fest Eid al-Adha in der Moschee im Nordwesten des Landes versammelt, unter ihnen viele hochrangige Politiker aus der Provinz. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, der Attent채ter habe seine Bombenweste in der Moschee gez체ndet, als die Menschen nach dem Ende der Gebete aus dem Geb채ude str철mten.

Etwa die H채lfte der Get철teten waren nach Angaben von Bares Mitglieder afghanischer Sicherheitskr채fte. Unter den Toten seien aber auch viele Zivilisten, unter ihnen f체nf Kinder.

Unterdessen wurde bei einem anderen Angriff ein Provinzchef des afghanischen Geheimdienstes in einer Moschee attackiert. Ein ebenfalls eine Polizeiuniform tragender Mann habe auf den Beamten geschossen, sagte ein Sprecher. Allerdings verfehlte der Angreifer sein Ziel und wurde sofort festgenommen.

Karsei 체ber Attent채ter: 얞einde des Islams

Der afghanische Pr채sident Hamid Karsai bezeichnete die Attacke als 엞nbarmherzig und brutal. Die Attent채ter h채tten kein Wissen 체ber den Islam. 얛iejenigen, die Freude und Gl체ck der Muslime an solch einem Festtag unterdr체cken und wegnehmen, sind Feinde des Islams und wir k철nnen sie nicht Menschen und Muslime nennen, sagte Karsai.

Taliban-F체hrer Mullah Omar hatte am Mittwoch seine K채mpfer dazu aufgerufen, zivile Opfer m철glichst zu vermeiden. Bei einem Angriff auf eine Talibaneinheit in der Provinz, in der sich der Anschlag auf die Moschee ereignete, waren jedoch vor wenigen Tagen 24 Extremisten erschossen worden. Der Selbstmordanschlag k철nnte eine Vergeltungsaktion gegen die 철rtlichen Regierungsvertreter gewesen sein.

In dem seit elf Jahren andauernden Konflikt in Afghanistan waren solche religi철sen Feste genauso wie Hochzeiten immer wieder Angriffsziele von Extremisten. In letzter Zeit mehren sich Angriffe von afghanischen Polizisten oder Armeeangeh철rigen auf NATO-Streitkr채fte. Der Zweifel an der Verl채sslichkeit des afghanischen Sicherheitsapparat w채chst somit st채tig, auch vor dem Hintergrund des geplanten Abzugs der westlichen Koalitionstruppen 2014. (dpa)