Barbara John TUEDESB
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Bei der 20. Jubiläumsfeier einer der größten türkischen Bildungseinrichtungen in Deutschland, TÜDESB e.V., sagte die ehemalige Integrationsbeauftragte von Berlin   Barbara John (CDU), dass der Verein trotz vieler Hindernisse es geschafft habe, eine große Erfolgsgeschichte zu schreiben: „Gut, dass ich vor 20 Jahren solch einen Schritt unterstützt habe. Wenn Ihr trotz der Hindernisse weiterhin auf diese Weise arbeitet, werdet ihr nicht nur groß, sondern zu einer der erfolgreichsten, anerkanntesten Institutionen Deutschlands.“

TÜDESB, das türkisch-deutsche soziale Bildungsinstitut, wurde im Jahre 1994 als Antwort auf die Frage „Was können wir für die Bildung unserer Kinder tun?“ durch eine Gruppe türkischer Eltern und Studenten gegründet.

Der Verein, der zunächst einmal mit Nachhilfekursen für Kinder begann, beschäftigt heute über 200 Mitarbeiter; verwaltet mehrere Kindergärten, Grundschulen, ein Gymnasium und eine Kunstakademie, durch die es Hunderten von Schülern Bildungsmöglichkeiten anbietet. Sie gehört somit zu den wichtigsten privaten Bildungsträgern  mit deutsch-türkischen Wurzeln in Deutschland. 

Barbara John: „Deutsches Schulwesen war nicht vorbereitet”

Zur Feier anlässlich des 20. Jahrestages der Gründung wurden Politiker der im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien sowie Spandauer Lokalpolitiker, Unternehmer, Mitarbeiter und Eltern eingeladen. Während der Zeremonie hielt die ehemalige Integrationsbeauftragte von Berlin und jetzige CDU-Politikerin Dr. Barbara John eine Rede und ging auf die Entstehungsgeschichte des Vereins ein: „Ich erinnere mich noch sehr gut an den vierten Hinterhof in der Schönleinstraße, ich fand, dass dieser Moment, dieser Ort ein unglaublicher Aufbruch war für das, worüber wir in Deutschland seit Jahren, seit Jahrzehnten, geredet und gestritten haben – nämlich die Schulerfolge von Kindern aus Einwandererfamilien. Sie waren zu gering, die deutschen Schulen war nicht vorbereitet.

Doch ein paar Akademiker aus der Türkei und einige Eltern, die gesagt haben ‚Ihr redet ja nur, wir produzieren Bildung‘, haben die Sache selbst in die Hand genommen. Seit zwanzig Jahren verfolge ich TÜDESB. Das, was TÜDESB heute erreicht hat, ist eine unglaubliche Leistung.“

Der Vorstandsvorsitzende der TÜDESB-Bildungseinrichtungen, Irfan Kumru, erklärte, dass die Suche nach einer Lösung für die Bildungsprobleme der Kinder türkischstämmiger Eltern TÜDESB hervorgebracht habe. Der Bildungsschritt, welcher zunächst einmal aus der Not heraus entstand war, habe sich durch die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung zur heutigen Situation entwickeln können.

Politiker haben Scheuklappen abgelegt

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Bildungspolitiker Sven Schulz betonte, dass TÜDESB eine transparente, für den Dialog offene und sehr erfolgreiche Bildungseinrichtung sei, welche er mit großer Zufriedenheit unterstütze. Auch der CDU-Abgeordnete Kai Wegner kam zu Wort. Wegner begleitetet die Vereinsentwicklung über regelmäßige Besuche der TÜDESB-Einrichtungen. Wegner erinnerte daran, dass sich zu Beginn viele Parteien und Gesellschaftsgruppen gegen TÜDESB aussprachen. „Doch die Anwesenheit der Vertreter vieler Parteien und Vertreter gesellschaftlicher Gruppen an der Zeremonie zeigt, dass dies nicht mehr so ist.“

Dem SPD-Abgeordneten Fritz Felgentreu zufolge gibt TÜDESB den in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Kindern eine Aufstiegsmöglichkeit über die Bildung.  

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