T체rkei und Iran beschuldigen sich gegenseitig: Friedensgespr채che auf der Kippe?

Die T체rkei und Russland treiben혻die Vorbereitungen f체r neue Friedensgespr채che in Syrien trotz der br체chigen Waffenruhe voran. Die Verhandlungen in der kasachischen Hauptstadt Astana sollen am 23. Januar beginnen, wie der t체rkische Au횩enminister Mevl체t 횉avu힊o휓lu혻am Mittwoch der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Ajans캇 (AA) sagte. Zur Vorbereitung erwarte er혻Anfang der Woche russische Experten in Ankara. Bisher hatte es gehei횩en, das Treffen in Kasachstan solle am 15. Januar beginnen.

Staatschef Recep Tayyip Erdo휓an sagte laut Anadolu vor Ortsvorstehern in Ankara: „Es ist mein gr철횩ter Wunsch, dass dieser Prozess erfolgreich zum Abschluss gebracht wird und das Leiden unserer syrischen Br체der bald ein Ende findet.“

Allerdings ist v철llig offen, ob die Verhandlungen 체berhaupt stattfinden. Die T체rkei und Russland hatten eine Waffenruhe ausgehandelt, die am Freitag in Kraft getreten war. Die Opposition wirft den Regierungstruppen jedoch permanente Verst철횩e gegen die Feuerpause vor. Zw철lf einflussreiche Milizen stoppten deswegen am Montag s채mtliche Vorbereitungsgespr채che f체r die Verhandlungen in Astana. Russland ist ein enger Verb체ndeter von Syriens Machthaber Baschar al-Assad, die T체rkei unterst체tzt sunnitische Rebellen.

Diese Verletzungen der Waffenruhe gef채hrdeten die Friedensgespr채che, sagte 횉avu힊o휓lu. Er machte vor allem schiitische Gruppen wie die vom Iran unterst체tzte libanesische Miliz Hisbollah und Syriens Regierung f체r Br체che der Feuerpause verantwortlich.

Der Iran wiederum weist diese Vorw체rfe emp철rt혻zur체ck. „Die T체rkei sollte keine 횆u횩erungen machen, die der Wahrheit nicht entsprechen“, sagte Au횩enamtssprecher Bahram Ghassemi am Donnerstag. Gebrochen werde die Feuerpause vielmehr von bewaffneten Oppositionsgruppen. Daf체r gebe es auch konkrete Beweise.

Luftwaffe bombardiert weiter

Syriens Luftwaffe griff auch am Mittwoch erneut das strategisch wichtige Tal Wadi Barada nordwestlich der Hauptstadt Damaskus an (Foto). Die Region ist bedeutend, weil von dort aus Millionen Menschen in Damaskus mit Wasser versorgt werden. Hubschrauber des Regimes h채tten mehrere Orte in Wadi Barada bombardiert, erkl채rte die Syrische Beobachtungsstelle f체r Menschenrechte am Mittwoch.

Die oppositionellen Lokalen Koordinierungskomitees meldeten den Einsatz von mehr als zehn Fassbomben, die international ge채chtet sind. Den Aktivisten zufolge gab es erneut heftige K채mpfe.

Die Wasserversorgung aus Wadi Barada f체r Damaskus ist seit rund zwei Wochen abgeschnitten. Die Hauptstadt leidet deswegen unter Wassermangel. Regierung und Rebellen machen sich f체r die unterbrochene Versorgung gegenseitig verantwortlich.

Die Assad-Anh채nger argumentieren, die Armee und ihre Verb체ndeten k채mpften in Wadi Barada die Wasserversorgung frei. Au횩erdem gingen die Regierungskr채fte dort gegen die Al-Kaida-nahe Miliz Fatah-al-Scham-Front vor, f체r die die Waffenruhe nicht gilt. Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter geh철ren etwa 15 Prozent der K채mpfer in Wadi Barada zu der radikalen Gruppen. Die lokalen Rebellen erkl채rten hingegen, unter ihnen seien keine Extremisten.

Frankreich verurteilte „die Fortsetzung der Offensiven von dem Regime geneigten혻Kr채ften in mehreren Orten des Landes, insbesondere in Wadi Barada“, wie der Sprecher des Pariser Au횩enministeriums mitteilte. Die Einhaltung der Waffenruhe sei notwendig, um die Wiederaufnahme eines glaubw체rdigen Verhandlungsprozesses zu erm철glichen. (dpa/dtj; Foto: Step News Agency/AP/dpa)