Bursa peilt eine Million Besucher für 2015 an

Bursa und Trabzon wetteifern um Gunst arabischer Touristen

Bursa ist ein beliebtes Ziel arabischer Touristen. Derzeit erlebt man dort einen Rückgang der Besucher aus dem Nahen Osten. In Trabzon steigt hingegen die Zahl der arabischen Touristen. In Bursa werden deswegen Maßnahmen ergriffen.

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Neben Istanbul, Antalya und İzmir ist auch Bursa ein beliebter Urlaubsort bei ausländischen Touristen. Im vergangenen Jahr besuchten alleine 600 000 Touristen aus arabischen Ländern die Stadt mit dem berühmten Berg Uludağ. Für dieses Jahr wünsche man sich, dass diese Zahl auf eine Million steige, sagte Mehmet Akkuş von der Vereinigung türkischer Reisebüros TÜRSAB (Türkiye Seyahat Acentaları Birliği) der Nachrichtenagentur Anadolu.

Vor einem Monat habe der Verband gesehen, dass sich die arabischen Touristen plötzlich mehr für Trabzon interessieren. Akkuş will vor diesem Hintergrund nicht untätig bleiben. „Deswegen müssen wir in Bursa dringend Maßnahmen ergreifen. Wenn wir eine Million Touristen erwarten und diese Zahl auf 500 000 zurückgeht, würden nicht nur die Menschen in Bursa leiden, sondern auch die Händler“, so Verbandsfunktionär. Inzwischen seien die Reservierungen aus dem Nahen Osten um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen.

Die Reisebüros in Bursa haben deswegen damit angefangen, Filialen auch in der Schwarzmeerstadt zu eröffnen.

Die Unternehmer hoffen dennoch, dass sie es schaffen, die Stadt für die arabischen Touristen erneut so attraktiv zu präsentieren, wie sie dies zuvor bereits war, und noch besser. Die Region ist besonders für ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten berühmt, zu welchen die Moscheen Ulu Camii und Emirhan Camii oder der Seidenbasar „Koza Han“ sowie zahlreiche Gebäude und Viertel aus osmanischer Zeit gehören.

Inzwischen hofft man, dass der Rückgang mit dem Beginn des Fastenmonats Ramadan zusammenhängt. In der Fastenzeit ist das Reisen bei vielen Arabern nicht sehr beliebt. Erst nach der Fastenzeit wird sich dann zeigen, ob die Besucher aus den arabischen Ländern weiterhin ausbleiben.