Türkei durchsucht erneut ein Flugzeug

Die Türkei hat damit zum wiederholten Male im Laufe der letzten Wochen ein ausländisches Flugzeug, das über türkischem Luftraum in Richtung Syrien flog, zur Landung gedrängt und auf Waffen durchsucht. Die diesmal gestoppte armenische Antonow AN 12 Transportmaschine musste im osttürkischen Erzurum zwischenlanden. Von offizieller armenischer Seite war angegeben worden, dass das Flugzeug ausschließlich Nahrungsmittel geladen hätte.

Die Untersuchung der Fracht durch türkische Spezialisten ergab, dass das armenische Flugzeug tatsächlich 15 Tonnen Lebensmittel geladen hatte, die es als humanitäre Hilfslieferung in das umkämpfe Aleppo fliegen sollte. Von türkischer Seite hieß es, es habe sich lediglich um eine „routinemäßige Kontrolle“ gehandelt. Das Flugzeug konnte nach dem Vorfall seinen Flug fortsetzen.

Bereits im letzten Monat unterbrach die Türkei den Flug einer armenischen Maschine und durchsuchte es erfolglos nach Waffen. Die Türkei verdächtigt Länder wie Russland, Armenien und den Iran, das syrische Regime durch Waffenlieferungen zu stützen. Nachdem ein aus Moskau kommendes Passagierflugzeug am 10. Oktober ebenfalls zur Landung gezwungen worden war, kam es zwischen der Türkei und Russland zu politischen Verstimmungen. Seither fliegen syrische und türkische Flugzeuge nicht mehr über das jeweils andere Land, da eine erzwungene Unterbrechung befürchtet wird.