Türkei intensiviert Kampf gegen die PKK

Wie der Generalstab auf der offiziellen Homepage verlauten ließ, wurden die erfolgreichen Operationen zwischen dem 22. und 24. Juni ausgeführt. Dabei wurden hauptsächlich Stellungen und Rückzugspunkte in den Kandil-Bergen angegriffen. Auch im Inland kam es bei Hakkari zu einem Feuergefecht. Dabei starb in der Nacht zum Sonntag ein türkischer Unteroffizier, drei weitere wurden leicht verletzt. Mehrere PKK-Kämpfer wurden getötet.

Mesut Barzani, Präsident der Autonomen Region Kurdistan im irakischen Staatsverband, bedauerte die Angriffe der türkischen Streitkräfte in Nordirak. Barzani, der auch den Terror der PKK auf türkischem Territorium verurteilte, sagte bei einem Treffen mit europäischen Regierungspolitikern in Arbil, dass er „alles Mögliche tun werde, um dem Terror ein Ende zu bereiten.“ Dies gelte auch für die Situation in Syrien.

Unterdessen wurden am Montagvormittag in Ankara, Eskişehir, Aydın, Hakkari, Adana und Izmir Räumlichkeiten der KCK, der Nebenorganisation der PKK, durchsucht. Die KCK (Union der Gemeinschaften Kurdistans) zeichnet sich für den Autonomiekampf in den Städten verantwortlich. Ihr Ziel ist die Umsetzung des von Abdullah Öcalan am 20. März 2005 deklarierten „Demokratischen Konföderalismus“.

Die türkischen Streitkräfte haben in den letzten Monaten ihren Kampf gegen die PKK intensiviert. Bei Angriffen im irakischen Grenzgebiet und Razzien im Inland wurden Informationsmaterialien, Waffen, Munition sowie verschiedene Arten und Mengen Sprengstoff sichergestellt.
übersetzt von Mustafa Görkem