T체rkei stoppt Fl체chtlingsstrom aus Syrien

Istanbul (dpa) – Schotten dicht an der t체rkisch-syrischen Grenze: Wegen der immer gr철횩er werdenden Zahl von Menschen, die sich vor der Gewalt in ihrer Heimat in die benachbarte T체rkei retten wollen, 채ndert Ankara nun die Politik der offenen T체r. Tausende Syrer harrten am Montag an der Grenze aus, wo sie von t체rkischen Organisationen mit Lebensmittelrationen versorgt wurden. Der Druck zur Einrichtung einer Schutzzone f체r Fl체chtlinge innerhalb Syriens nimmt zu.

얝s sind derzeit etwa 7000 Menschen. Sie warten auf der syrischen Seite, und die T체rken lassen sie nicht r체ber, sagt ein syrischer Aktivist in einem Fl체chtlingslager nahe der t체rkischen Stadt Kilis der Nachrichtenagentur dpa. Auch ein illegaler 횥bergang, an dem die T체rkei Grenzg채nger und Schmuggler bisher geduldet hatte, wurde am Montag von Soldaten abgeriegelt. Viele Fl체chtlinge seien verzweifelt, berichtet der Aktivist. 얭ie haben nicht genug zu essen und m체ssen versorgt werden.

Mit schnellen Schritten hat sich die Zahl der Fl체chtlinge in der T체rkei in den vergangenen Tagen der Marke von 100 000 angen채hert, die Ankara als Obergrenze bezeichnet. Mehr als 80 000 Syrer sind bereits offiziell im Land. Sie sind in acht Zeltlagern, einer Containersiedlung sowie in Schulen untergebracht. Die Kapazit채ten w체rden aber erweitert, teilten die t체rkischen Beh철rden mit.

Die T체rkei sicherte dem UN-Fl체chtlingshilfswerk UNHCR zu, dass am Bau von sieben zus채tzlichen Lagern gearbeitet werde. Vier davon seien aber erst Ende September fertig. Insgesamt werde es dann in der T체rkei Platz f체r 130 000 Fl체chtlinge geben, so das UNHCR. Die T체rkei ist vor Jordanien und dem Libanon zum Hauptziel vertriebener Syrer geworden. Die andauernden K채mpfe um die syrische Metropole Aleppo lassen eine Trag철die bef체rchten.

얱enn die Zahl der Fl체chtlinge 체ber 100 000 steigt, k철nnen wir sie nicht mehr unterbringen, sagte der t체rkische Au횩enminister Ahmet Davutoglu vor einer Woche. Es m체sse m철glich sein, die Menschen in Syrien zu versorgen, am besten in Lagern der Vereinten Nationen.

In den vergangenen Wochen ist es mehrfach zu Spannungen in den t체rkischen Lagern sowie zwischen Fl체chtlingen und Einheimischen gekommen. Die oppositionelle Republikanische Volkspartei CHP schickte zudem eine Delegation zum t체rkischen Lager Apaydin, wo syrische Milit채rs untergebracht sind, die zur Freien Syrischen Armee 체bergelaufenen sind. Den Oppositionspolitikern wurde der Einlass verwehrt, was in Ankara zu heftigem Streit f체hrte. Die Opposition verlangt Aufkl채rung dar체ber, was in dem Camp vor sich geht.

Inzwischen gibt der Krisenstab der t체rkischen Regierung unmittelbar an der Grenze Hilfsg체ter f체r Menschen in Syrien aus – in 횥bereinstimmung mit internationalem Recht, wie betont wird. Jeder Anschein einer Intervention soll offensichtlich vermieden werden. Au횩enminister Davutoglu rief die internationale Gemeinschaft auf, sich die wachsende Last der Versorgung von Fl체chtlingen zu teilen. Das Thema solle noch diese Woche vom Weltsicherheitsrat beraten werden.