US-Muslime haben wieder „Obama“ gesagt

Der Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen (CAIR) veröffentlichte am Freitag seine Wahlanalyse hinsichtlich des Wahlverhaltens der muslimischen Community in den USA anlässlich der kürzlich abgehaltenen Präsidentschaftswahlen.

An der Umfrage nahmen 650 amerikanische Muslime teil. Die Befragung wurde hauptsächlich in den Bundesstaaten Kalifornien, New York, Texas, Virginia, Illinois, Florida, Michigan, Maryland, Pennsylvania, New Jersey und Ohio durchgeführt, wo sich die größten islamischen Gemeinden befinden.

Nach den Ergebnissen der Erhebung hatten 85,7% der Befragten für eine Wiederwahl des amtierenden und am Ende auch siegreichen Präsidenten Barack Obama ausgesprochen. Nur 4,4% entschieden sich für seinen Herausforderer Mitt Romney. Im Jahr 2008 hatten noch 89% der Muslime Präsident Obama ihr Vertrauen geschenkt.

Unter amerikanischen Muslimen ordnen sich 41,5% den Demokraten zu, 40,6% bezeichnen sich als Unabhängige, nur 7,4% als Republikaner. Ein Sprecher der „Muslim Republicans“, die vom aus Toledo, Ohio stammenden Physiker und Arzt Mohammed S. Alo geleitet werden, kritisierte in diesem Zusammenhang die restriktive Einwanderungspolitik und den immer noch vorhandenen Einfluss islamfeindlicher Gruppen in der Partei.

Auffallend hoch war einmal mehr die hohe Wahlbeteiligung. Aus der muslimischen Community waren 95,5% der Stimmberechtigten auch zur Wahl gegangen. Nihad Awad, Geschäftsführer von CAIR, wertete dies als besonderes Indiz für den Willen der Muslime zur Partizipation und Mitgestaltung in den USA und ihrem politischen System.