Davala und Baştürk wollen Tuzla in die Süper Lig führen

Vorbild Bayern München: Türkische Ex-Nationalspieler übernehmen Drittligaklub

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Das gab es in dieser Form noch nicht im türkischen Fußball. Mehrere Fußballer, die erst vor kurzem ihre aktive Karriere beendet haben, haben beschlossen, gemeinsam den Vorstand eines Vereins zu übernehmen.

Wie gestern bekannt wurde, werden Ümit Davala, Yıldıray Baştürk, Ömer Erdoğan, Cihan Haspolatlı und Murat Erdoğan in Kürze die Geschicke beim türkischen Drittligisten Tuzlaspor lenken. Über die Übernahme war bereits seit längerer Zeit spekuliert worden. Hamit Altıntop, dessen Name zunächst ebenfalls gehandelt wurde, schloss sich seinen Kollegen nicht an. Er will offenbar seine bei Galatasaray ins Stottern geratene Karriere vorerst bei einem anderen Verein fortsetzen.

Die Ex-Fußballer kamen gestern mit dem Präsidenten von Tuzlaspor zusammen, um die letzten Details zu besprechen. Einzelheiten wurden nicht bekannt. Auch Altıntop war anwesend, um seine Kollegen zu “unterstützen”, erklärte er. 

Liga Flop, Pokal Top

Ihr Ziel sei es, junge Fußballer mit türkischen Wurzeln aus Europa und der Türkei zu verpflichten und an den professionellen Fußball heranzuführen, sagte Murat Erdoğan. Die Klubs in der Türkei müssten durch frühere Profifußballer geführt werden. “Das wollen wir mit unserem Modell beweisen.” In Europa gäbe es zahlreiche Beispiele dafür, allen voran Bayern München.


Neben Bayern wird der neue Vorstand von Tuzlaspor sicherlich auch andere Vereine aus Deutschland näher unter die Lupe neben. Dafür spricht, dass sowohl Davala (Werder Bremen) als auch Baştürk (Bochum, Leverkusen) lange Jahre in der Bundesliga spielten.

Zunächst einmal wird allerdings der Klassenerhalt im Vordergrund stehen. Denn Tuzla (Provinz Istanbul) ist derzeit nur 15. in der 3. Liga, mit nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge. Im Pokal hingegen läuft es gut. Die ersten beiden Spiele in der Vorrundengruppe konnten gewonnen werden. Kommende Woche kommt es zum Top-Duell gegen Galatasaray Istanbul – und Hamit Altıntop. Vielleicht ein weiterer Grund, warum er noch nicht bei Tuzlaspor einsteigen wollte.