„Weltwirtschaft mit freiem und fairem Handel ankurbeln“

Vientiane – Das Bekenntnis zum freien Welthandel, das im Mittelpunkt des „Asem“-Treffens stand, sollte auch in der Abschlusserklärung dieses bedeutenden europäisch-asiatischen Gipfels bekräftigt werden. Außenminister Guido Westerwelle betonte, dass Europa und Asien künftig auch auf politischem Gebiet enger zusammenarbeiten wollten. „Das ist mehr und mehr eine Partnerschaft, die weit über gegenseitige Wirtschaftsinteressen hinauszielt“, sagte der deutsche Außenminister vor seiner Weiterreise zu den Vereinten Nationen in New York.

Westerwelle verwies darauf, dass über große asiatische Länder wie China und Indien hinaus auch zahlreiche Staaten aus der zweiten Reihe immer wichtiger würden. Gemeint waren etwa Thailand, Indonesien und Vietnam. Erneut plädierte der deutsche Außenminister für den Abschluss weiterer Freihandelsabkommen. „Wer Wachstum will, muss den Protektionismus bekämpfen. Freihandel ist ein Wachstumsmotor, der nichts kostet.“

An dem informellen Meinungsaustausch nahmen Staats- und Regierungschefs aus mehr als 30 Ländern teil. Die „Asem“-Gruppe hat 51 Mitglieder – 49 Länder aus Europa und Asien sowie die EU-Kommission und das Sekretariat der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean). Die Treffen finden alle zwei Jahre abwechselnd in Asien und Europa statt und behandeln Themen der Wirtschaft, Politik und Kultur. Ziel von „Asem“ ist der ständige Austausch über Themen und Probleme Asiens und der EU. (dpa)