Die Zahl der Toten beim Grubenunglück im türkischen Soma ist auf mehr als 300 angestiegen. Energieminister Taner Yıldız sagte am Samstag, 301 Bergleute seien ums Leben gekommen. Insgesamt 485 weitere Kumpel seien nach der Katastrophe am Dienstag lebend geborgen worden. Am Freitag hatte Yıldız noch gesagt, die Zahl der ums Leben gekommenen Arbeiter werde wohl nicht über 300 steigen. Die Bergwerkskatastrophe ist die schwerste in der Geschichte der Türkei. In Soma gingen die Beerdigungen der Opfer am Samstag im strömenden Regen weiter.

Am Samstag Morgen hatte Yıldız von einem neuen Feuer berichtet, das die Suche nach den noch vermissten Bergleuten behindere. Man versuche, den neuen Brand unter Kontrolle zu bekommen, sagte der Energieminister nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu. Im Bezug auf die immer noch vermissten Bergmänner sagte Yıldız, er gehe davon aus, dass höchstens noch drei Kumpel unter Tage eingeschlossen seien. Es gebe aber so gut wie keine Hoffnung mehr, dass sie noch leben, so der Minister. Zuletzt waren am Mittwoch Überlebende geborgen worden. (dpa/dtj)