ARCHIV - 12.04.2018, Schleswig-Holstein, Kiel: Ein Polizeiwagen mit eingeschalteten Blauchlicht (Foto mit Zoomeffekt). Bei Polizei, Verfassungsschutz und Justiz will die schleswig-holsteinische Landesregierung bislang auf der Kippe stehende Stellen nun doch erhalten und sogar neue schaffen. (zu dpa "Regierungschef Günther: Neue Stellen für die innere Sicherheit") Foto: Carsten Rehder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Für viele Kinder und Jugendliche aus Hessen hat die Rückfahrt von einer Veranstaltung in ihr Ferienlager an der Ostsee ein jähes Ende gefunden: Auf einer Landstraße in Schleswig-Holstein prallt ihr Reisebus mit einem Rettungswagen zusammen.

Bei einem Busunfall nördlich von Lübeck sind 52 Menschen verletzt worden, darunter hauptsächlich Kinder und Jugendliche aus Hessen. Der Bus war am Samstagabend mit 38 Kindern, mehreren Betreuern und dem Fahrer auf dem Rückweg in ein Ferienlager, als er mit einem Rettungswagen kollidierte. Ein 22 Jahre alter Betreuer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik geflogen. Auch ein Kind kam per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Dort habe sich aber herausgestellt, dass es keine schweren Verletzungen habe, teilte die Polizei am Sonntag mit.

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Wie viele Kinder bei dem Unfall verletzt wurden, sei aus Datenschutzgründen nicht übermittelt worden, sagte ein Sprecher der Lübecker Polizei am Sonntag. Insgesamt wurden laut Mitteilung 42 Unfallbeteiligte leicht verletzt, neun mittelschwer und einer schwer. Zuvor hatte die Polizei von insgesamt 46 Verletzten gesprochen.

Die beteiligten Kinder sind Polizeiangaben zufolge 12 bis 14 Jahre alt. Sie stammen demnach mehrheitlich aus dem Schwalm-Eder-Kreis südlich von Kassel. Mit ihren Betreuern waren sie auf dem Rückweg von einer Veranstaltung.

In der Ortschaft Rüting im schleswig-holsteinischen Grömitz kam dem Reisebus ein Rettungswagen dabei im Einsatz entgegen. Ersten Polizeierkenntnissen zufolge wollte ein vor dem Bus fahrender Autofahrer nach links abbiegen, wartete aber, um den Rettungswagen passieren zu lassen. Den Ermittlungen zufolge soll der Busfahrer daraufhin in den Gegenverkehr gefahren sein, um dem stehenden Auto auszuweichen. Dabei kam es gegen 18.40 Uhr am Samstag zur Kollision.

Der Bus schlitterte laut Polizei in eine Böschung. Die Front wurde stark beschädigt, Teile des Rettungswagens durchbrachen die Scheibe. Der Rettungswagen sei durch die Wucht des Aufpralls umgekippt und noch einige Meter über die Straße geschleudert worden, sagte ein Polizeisprecher. Eine Seitenwand am hinteren Teil des Fahrzeuges und eine Tür am Heck wurden abgerissen. «So einen zerschossenen Rettungswagen habe ich noch nicht auf der Straße liegen sehen», sagte Dierk Dürbrook, Sprecher der Polizei Lübeck, am Sonntag. Sowohl das abbiegende Auto als auch ein hinter dem Bus fahrender Wagen seien von den umherschleudernden Fahrzeugen beschädigt worden. Die beiden Autofahrer gehörten ebenfalls zu den Verletzten.

Neben der Feuerwehr und mehreren Polizeiautos waren der Mitteilung zufolge 38 Rettungsfahrzeuge am Unfallort. «Das war ein einziges Blaulicht-Geflimmer», sagte Dürbrook. Die Leichtverletzten seien noch an der Unfallstelle untersucht worden. «Den allermeisten ist glücklicherweise nicht viel passiert», betonte der Sprecher. Sie erlitten demnach vor allem Prellungen oder einen Schock.

Andere Mittel- und Leichtverletzte wurden in Kliniken gebracht, wie die Regionalleitstelle der Feuerwehr mitteilte. Darunter war auch die zweiköpfige Besatzung des Rettungswagens.

Mehrere Mitfahrer aus dem Bus wurden noch am Abend zurück ins Ferienlager gebracht, wo sie nach Angaben der Regionalleitstelle seelsorgerisch betreut wurden. Ein Gutachter war an der Unfallstelle vor Ort, die Polizei ermittelt zur Unfallursache.

(dpa)

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