Die türkische Nation gedenkt des 75. Todestages des Gründers der türkischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk. Zu diesem Anlass finden im ganzen Land Zeremonien statt. Die erste offizielle Zeremonie eröffnete Abdullah Gül mit der Kranzniederlegungszeremonie in Anıtkabir, dem Mausoleum des Republiksgründers.

Parlamentssprecher Cemil Çiçek, Premierminister Recep Tayyip Erdoğan, Generalstabchef Gen. Necdet Özel, der Führer der größten Oppositionspartei, Kemal Kılıçdaroğlu, und viele weitere Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens waren bei der Zeremonie anwesend. Es fand ebenfalls eine Zeremonie am Dolmabahçe Palace statt, wo Atatürk am 10.November 1938 um 9:05 starb.

In der gesamten Türkei hielten Menschen deshalb auch um exakt 9:05 morgens eine Schweigeminute und die Flaggen im Land standen auf Halbmast.

Atatürk wurde 1881 in Thessalonica im heutigen Griechenland geboren. Während seine Beteiligung am Balkankrieg, am Ersten Weltkrieg und dem Unabhängigkeitskrieg noch nicht in vollständigem Umfang erforscht sind, gilt er hauptsächlich als Gründer der türkischen Republik und Initiator zahlreicher von ihm ins Leben gerufener Reformen, die unter dem Banner der „Modernisierung“ betrieben wurden.

Atatürk starb am 10.November 1938 im Dolmabahçe Palace in Istanbul, nachdem er einer Leberzirrhose erlegen war. Sein Körper wurde am 21.November 1938 erst einmal in eine vorübergehende Ruhestätte im Ethnographie-Museum in Ankara gebracht. Als sein Mausoleum vollendet war, wurde sein Leichnam am 10.November 1953 mit einer großen Zeremonie dorthin überführt und endgültig beigesetzt.