Zwei Kerzen brennen an diesem Sonntag, da es der 2.Advent ist.
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… und heute zwar schon das zweite. Dies ist eine Tradition, die auf die Weihnachtszeit vorbereitet.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… und heute zwar schon das zweite. Dies ist eine Tradition, die auf die Weihnachtszeit vorbereitet. An vier Sonntagen im Dezember wird jeweils eine Kerze angezündet. Hierfür stehen zahlreiche Kränze zur Verfügung. Die meisten bevorzugen es allerdings diese selbst zu gestalten. Dieser Brauch kam Anfang des 19.Jahrhundert nach Deutschland und Österreich. Er bildet das Symbol für den Kampf der Christen gegen das Dunkle des Leben.

Der erste Adventskranz wurde 1839 vom evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern vor der Betreuungsanstalt für Waisenkinder aufgestellt. Er brachte 23 Kerzen an einem Holzreifen an. Die vier großen weißen Kerzen symbolisierten die Sonntage bis zum Christtag, die 19 kleinen roten Kerzen die Werktage bis Weihnachten. Jeden Tag durften die Kinder eine Kerze anzünden und am Heiligen Abend zündete man alle Kerzen an.

Mit dem 1. Advent beginnt in den evangelischen und katholischen Kirchen auch das neue Kirchenjahr. Das Wort “Advent” stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Ankunft“. Die vier Wochen sollen symbolisch auf 4000 Jahre deuten, welche die Menschheit nach kirchlicher Rechnung auf die Ankunft des Erlösers warten musste.

Tradition in der Adventszeit

An diesen Tagen kommt in der Regel die ganze Familie zusammen und verbringt gemeinsam den Tag. Meisten wird groß gekocht und viel Wintergebäck genascht. Typisch für die Weihnachtszeit sind vor allem Christstollen, die schon 1330 bereits gebacken worden sein sollen. Hierbei handelt es sich um einen Kuchen aus Hefeteig mit Trockenfrüchten und Marzipan.

In einigen Regionen Österreichs und in Deutschland findet das traditionelle Adventsingen statt. In Salzburg gilt es sogar als drittwichtigste kulturelle Veranstaltung im Jahr. Auch im Wiener Rathaus findet ein internationales Adventsingen statt.

Ein weiterer Begleiter dieser Adventszeit ist der Adventskalender. Um den Kindern das Warten auf die besondere Zeit zu erleichtern, bürgerte sich mit der Zeit der Adventskalender ein. 24 Tage lang darf jeden Tag ein Türchen geöffnet werden, indem sich Schokolade oder eine kleine Überraschung befindet. Zwar werden zahlreiche Formen von Kalendern angeboten, doch auch hier tendieren die meisten lieber dazu ihn selber zu basteln, um ihn persönlicher und kreativer zu gestalten. Wer es verpasst hat seinen Liebsten einen Kalender zu schenken oder keinen erhalten hat, kann hier kostenlos einen Adventskalender der Initiative der Evangelischen Kirche abonnieren und erhält auf diese Weise jeden Tag ein Türchen mit einem Spruch.