By Olaf Kosinsky - Own work, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58305401

Das Brandenburger AfD-Vorstandsmitglied Arthur Wagner ist zum Islam konvertiert. Laut dem Landesparteisprecher Daniel Friese hat die Partei kein Problem damit und in der AfD Bundespartei gebe es Interessengemeinschaften für Muslime, Christen und Homosexuelle. Die Alternative für Deutschland ging mit dem Satz „Der Islam hat keinen Platz in Deutschland“ in den Wahlkampf – sehr widersprüchlich zu der Aussage des Landesparteisprechers Daniel Friese. Eine Partei, die kein Problem mit so einer Entscheidung eines Vorstandsmitgliedes hat, sollte die Religionsfreiheit der 4,7 Millionen Muslime in Deutschland respektieren und auch hier kein Problem erkennen. Während des Wahlkampfs 2017 erschien ein Fernsehinterview mit Alexander
Gauland.

Hier wurden von den Passanten auf der Straße Fragen an Herrn Gauland gestellt und eines von den Fragen war

„Hallo Herr Gauland, mein Name ist Hasan, ich komme aus Afghanistan und bin Moslem. Was haben Sie gegen mich?“.

Darauf kam eine sehr widersprüchliche Antwort von Herrn Gauland:

„Gegen den einzelnen haben wir gar nichts, aber ich glaube, dass der junge Mann in Afghanistan besser aufgehoben ist als hier in Deutschland …“

(Reporter: Haben Sie Mitleid mit ihm?) „Ich habe aus dem Bild nicht entnommen, dass er politisch oder kriegsverfolgt ist – Warum soll ich da Mitleid mit ihm haben? …“ (Reporter: Haben Sie etwas gegen seine religiöse Orientierung?)

„Wie gesagt – Gegen den einzelnen (Moslem) haben wir gar nichts und wir können einen Menschen schlecht beurteilen, wenn wir ihn nicht kennen. “.

Die AFD kennt die Muslime?! Nicht wirklich!

Genau an diesem Punkt ist mir die AFD viel zu unehrlich, da sie sich den Medien gegenüber meistens anders äußern als gegenüber der Bevölkerung und den Wählern. Im Interview sagt Alexander Gauland, dass die AfD einen Menschen schlecht beurteilen könne, wenn sie ihn nicht kennen. Im gleichen Atemzug urteilen sie aber über den Islam, den Millionen von friedlichen Muslimen folgen, wie der Afghane oben. 

Uns allen sollte klar sein, dass die AfD auf keinen Fall die 4,7 Millionen Muslime kennt und kein Recht darauf hat gegen ihre Religion zu hetzen.

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