Afghanische Männer beerdigen am 21.10.2017 in Kabul eines der Opfer des Selbstmordanschlags auf eine schiitische Moschee. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf eine Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit fast 40 Toten für sich reklamiert.
Afghanische Männer beerdigen am 21.10.2017 in Kabul eines der Opfer des Selbstmordanschlags auf eine schiitische Moschee. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf eine Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit fast 40 Toten für sich reklamiert. Foto: Rahmat Gul/AP/dpa

Die Terrormiliz IS hat den Anschlag auf eine Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit fast 40 Toten für sich reklamiert. Ein Selbstmordattentäter habe seine Sprengstoffweste inmitten einer Menschenmenge gezündet, teilte der IS in der Nacht auf Samstag in einer Erklärung mit.

Die Echtheit des Bekenntnisses ließ sich zunächst nicht überprüfen. Es wurde aber über die üblichen Kanäle des IS im Internet verbreitet. Ein Attentäter hatte sich am Freitagabend in einer Moschee in Kabul in die Luft gesprengt. Bei einem zweiten Anschlag auf eine Moschee im Dolaina-Bezirk in der zentralafghanischen Provinz Ghor starben mehr als 30 Menschen.

Berlin verurteilt Anschläge

Das Auswärtige Amt in Berlin verurteilte die Anschläge. «Die perfiden Attacken in Ghor und Kabul richteten sich gegen Menschen, die in der Moschee ihre Religion ausüben wollten. Diese sinnlose Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen», sagte ein Sprecher laut Mitteilung. Gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft werde Afghanistan weiter beim Wiederaufbau und bei der Stabilisierung des Landes unterstützt.

«Die blutrünstigen Terroristen verstehen weder etwas von Religion noch von Menschlichkeit»

Das Nachbarland Iran verurteilte die Anschläge scharf: «Die blutrünstigen Terroristen verstehen weder etwas von Religion noch von Menschlichkeit», sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Samstag laut einer Mitteilung. Der Iran werde dem iranischen Volk bis zur völligen Ausrottung dieser Terroristen zur Seite stehen.

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dpa/dtj