Am Sonntag trat der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) zu seiner ordentlichen Vollversammlung in seiner Geschäftsstelle in Köln zusammen. Dabei ist Aiman Mazyek (47) mit 81 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden wiedergewählt worden. Die Wahlen fanden erstmalig nach der neuen Satzung und umfangreichen Strukturreform statt und unter Mitwirkung zahlreicher Landesverbände. In den nächsten Monaten werden zudem der Aufsichtsrat und der neue Gelehrtenrat von der Vollversammlung bestimmt werden.

Die bisherige Generalsekretärin Nurhan Soykan (46) wird erste Stellvertreterin. Der von Mitgliedsorganisation DIV kommende Islamwissenschaftler und Politologe Prof. Dr. Muhammad Khallouk (44) und der Wirtschaftswissenschaftler Mehmet Alparslan Çelebi (33, ATIB) werden die insgesamt drei Stellvertreterpositionen komplettieren. Neuer Generalsekretär ist der bisheriger hessische Landesvorsitzender und Kaufmann Abdassamad El Yazidi. Dipl. Kfm. Hamza Wördemann (VFM) kann seine bisherige Arbeit fortsetzen und wurde erneut als Schatzmeister gewählt. IZH-Vorstand Burhanettin Dağ (53), die Ärztin Houaida Taraji (Frauenbeauftragte und IGD) wurden ebenso als Beisitzer bestätigt. Neu hinzugekommener Beisitzer ist Dr. Sadiqu Al-Mousllie, bisheriger Landesvorsitzender von Niedersachsen.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit des ZMD mit den anderen muslimischen Verbänden, mit Politik und Gesellschaft in Bund und Länder soll – so das einhellige Votum des Plenums – weiter ausgebaut werden, berichtete anschließend der wiedergewählte ZMD-Vorsitzende Mazyek. Zudem sollen die regionalen Strukturen in den Landesverbänden verbessert und die Unterstützung für die Flüchtlingsarbeit in den Gemeinden weiter ausgebaut werden. (islam.de/dtj)