Bei der Militäroperation in Nordsyrien sind drei türkische Soldaten getötet und mehrere weitere verletzt worden. Die türkische Armee teilte mit, die Soldaten seien in der Region um Al-Bab in der Nacht auf Donnerstag gegen 03.30 Uhr aus der Luft angegriffen worden. Man gehe davon aus, dass das syrische Regime für den Luftangriff verantwortlich sei. Die türkische Nachrichtenagentur DHA meldete dagegen, die Terrormiliz IS sei für den Luftangriff verantwortlich.

Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, die IS-Terrormiliz sei für den Angriff verantwortlich gewesen. Die Menschenrechtler sitzen in England, beziehen ihre Informationen jedoch von einem Netz von Informanten in Syrien. Ihre Angaben gelten als recht zuverlässig. Die syrische Luftwaffe fliegt Angriffe normalerweise nur in anderen Teilen des Bürgerkriegslandes.

Die türkische Armee teilte mit, bei dem Angriff seien zehn Soldaten verletzt worden, einer davon schwer. DHA berichtete, sieben türkische Soldaten seien verletzt worden. Sie seien über die Grenze in die Türkei gebracht worden und würden in Krankenhäuser in den Städten Kilis und Gaziantep behandelt.

Die türkische Armee war im August in Nordsyrien einmarschiert. Sie bekämpft dort im Rahmen ihrer Operation „Schutzschild Euphrat“ die Kurden-Milizen der YPG und den IS. Die YPG ist der syrische Ableger der PKK und kämpft ihrerseits mit westlicher Unterstützung gegen den IS. Bis jetzt bezahlten 16 türkische Soldaten die Operation mit dem Leben. (dpa/dtj)