Der größte Wunsch zukünftiger Eltern ist, dass ihr Kind gesund auf die Welt kommt. Allerdings vernachlässigen manche Frauen die Gesundheit ihres Kindes, indem sie während der Schwangerschaft rauchen oder Alkohol trinken. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, wurde eine Kampagne gestartet.

Der Alkoholkonsum während der Schwangerschaft führt zu dem so genannten „Fetalen Alkoholsyndrom“ (FAS). Die potentiell toxisch wirkenden Stoffe des Alkohols können die Plazentaschranke, die den Blutkreislauf der Mutter von denen des Kindes trennt, durchdringen. Dadurch erreicht das ungeborene Kind über die Nabelschnur den gleichen Alkoholpegel wie die Mutter. Die Mutter kann den Alkohol zwar in kurzer Zeit wieder abbauen, doch der Embryo nicht, da die notwendigen Enzyme dafür fehlen. Folgen davon sind irreversible Auswirkungen auf die körperlich-organische, kognitive und soziale Entwicklung des Kindes.

Der Kampagne zufolge gibt es keine genauen Zahlen über die Häufigkeit dieses Syndroms in Deutschland, allerdings vermutet man, dass die Zahlen denen in Frankreich ähneln, wo nämlich 1:212 Neugeborene davon betroffen sind. Demzufolge kommen in Deutschland jährlich rund 4.000 Neugeborene unter anderem mit Schäden wie Minderwuchs, Fehlbildungen an den Geschlechtsorganen, schmalen Lippen, Hörstörungen, Schlitz- oder Schielaugen, Schluckstörungen oder Herzfehlern zur Welt.

Prominente Frauen wie Schauspielerin Sophia Schütt oder Bettina Wulff, Ex-Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, wirkten bei dieser Kampagne mit und warnen schwangere Frauen vor den Schäden des Alkoholkonsums. Die FDP-Politikerin und ehemalige Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Silvana Koch-Mehrin, sagt diesbezüglich: „Die Verantwortung für Ihr Kind beginnt schon vor der Geburt!“ Bundesabgeordnete Dorothee Bär erklärt den Frauen, dass Alkohol in solchen Umständen Gift für das Kind ist. Schauspielerin Liz Baffoe fordert schwangere Frauen dazu auf, bereits während der Schwangerschaft Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen: „Deshalb kann ich Sie nur inständig bitten, verzichten Sie auf Alkohol, wenn Sie schwanger sind.“

Weitere Informationen rund um die Kampagne finden Sie hier.