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Die Terrororganisation PKK und die PYD haben in der nordsyrischen Provinz Idlib nach türkischen Angaben einen Beobachtungsposten der türkischen Streitkräfte mit Mörsern beschossen. 

Opfer seien dabei nicht gemeldet worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag unter Berufung auf Sicherheitskreise.Türkische Soldaten hätten das Feuer erwidert. Am Mittwoch empfängt Russlands Präsident Wladimir Putin den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani im Schwarzmeerort Sotschi. Bei dem Gipfel soll es um den Friedensprozess in Syrien gehen.

Die Türkei lehnt dabei eine Zusammenarbeit mit der nordsyrischen Kurdenpartei PYD und ihrer Miliz YPG strikt ab. Türkische Truppen waren im Oktober im Rahmen einer Vereinbarung mit Russland und dem Iran in Idlib eingerückt, wonach die weitgehend von Rebellen kontrollierte Provinz zu einer sogenannten Deeskalationszone werden soll. Erdogan hat wiederholt mit einem Militäreinsatz in der an Idlib angrenzenden Region Afrin gedroht, die von der YPG kontrolliert wird. Die Türkei sieht in der YPG den syrischen Ableger der Terrororganisation PKK, die sie bekämpft.

Deeskalationszonen in Idlib

Mitte September hatte sich die Türkei als Unterstützer der Rebellen mit Russland und dem Iran, die den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad unterstützen, darauf verständigt, in Idlib eine von insgesamt vier Deeskalationszonen einzurichten.

Idlib ist die letzte Region im Bürgerkriegsland Syrien, die fast vollständig von Rebellen kontrolliert wird. Stärkste Kraft ist dort der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

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dpa/dtj