Zwei Detonationen selbstgebastelter Bomben im Hof eines Gebäudes im Çankaya-Viertel von Ankara haben in der türkischen Hauptstadt für Aufsehen gesorgt. Eine davon wurde eineinhalb Stunden bevor, die andere 15 Minuten nachdem Präsident Recep Tayyip Erdoğan an dem Gebäude vorbeifuhr, aufgefunden.

Ein umfangreiches Team von Polizeibeamten, Bombenentschärfungsteams, Konterterrorismus- und Geheimdienstleuten begab sich an die Stelle. Eine erste Untersuchung ergab, dass die Explosionen von hausgemachten Sprengkörpern kamen, die in drei Plastikflaschen versteckt waren. Einer der Sprengkörper war bis zum Zeitpunkt seines Auffindens nicht detoniert. Den Experten zufolge waren die Sprengkörper nicht von einer Beschaffenheit, die hohen Schaden hätte anrichten können.

Die Staatsanwalt hat die Ermittlungen aufgenommen und versucht zu klären, wofür die Sprengkörper angefertigt wurden, ob sich eine terroristische Organisation dahinter verbirgt und ob Präsident Erdoğan ein Anschlagsziel sein sollte.