ARCHIV: Polizisten stehen am 27.09.2016 in Dresden (Sachsen) vor der Fatih Camii Moschee. Vor der Moschee und einem internationalen Kongressgebäude in Dresden sind zwei Sprengstoffanschläge verübt worden. Verletzt wurde niemand. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Knapp ein Jahr nach den Sprengstoffanschlägen auf eine Moschee und das Kongresszentrum in Dresden hat die Generalstaatsanwaltschaft Anklage erhoben. Als alleiniger Täter soll sich ein 30 Jahre alter Mann verantworten, der zuvor auch als Redner beim islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bündnis in Erscheinung getreten war. Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein ging am Dienstag davon aus, dass es sich beim Beschuldigten um einen Einzeltäter handelt. Zuvor hatte die «Sächsischen Zeitung» darüber berichtet.

Die Anschläge im Vorfeld der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden hatten bundesweit für Aufregung gesorgt.

Laut Generalstaatsanwaltschaft hatte der Mann Ende September 2016 vor der Wohnung des Imams einer Moschee in Dresden-Cotta eine selbst gebastelte Bombe gezündet. Die vierköpfige Familie blieb unverletzt. Anschließend explodierte auf dem Dach des Kongresszentrums eine weiterer Sprengsatz. Dem Beschuldigten wird neben der Herbeiführung zweier Sprengstoffexplosionen auch versuchter Mord vorgeworfen.

Einem zweiten Verdächtigen habe eine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden können, sagte Klein. Der Verdacht gegen einen Dritten hatte sich schon zuvor nicht erhärtet.

[paypal_donation_button]

dpa