Die St. Petrus-Grotte im Süden der Türkei, eine beliebte Wallfahrtskirche für Christen und einigen Quellen zufolge die erste Katakombenkirche der Welt, wurde nun restauriert und erwartet künftig bis zu 500 000 Besucher im Jahr.

Am Rande des Habib-Neccar-Berges in Antakya, einer 200 000-Einwohner-Stadt der osttürkischen Provinz Hatay, gelegen war die Kirche vor allem in den 1930er Jahren ein bedeutender Treffpunkt für Christen. Die Restauration der Kirche begann vor zwei Jahren und nun verfügt das Gebäude über eine komplett neue Fassade.

Die Felsbrocken und Gesteine wurden mittels eines Drahtnetzes fixiert, sodass weniger Risiko für die Besucher besteht. Darüber hinaus wurde die Kirche in ihrer ursprünglichen Gestalt wieder aufgebaut.

Im Zuge der Restaurationsarbeiten kamen auch die Deckenfresken wieder zum Vorschein. Darüber hinaus wurden auch Details wie Parkbuchten und eine Caféteria für Besucher beachtet.

Dem Archäologischen Museum Antalya zufolge wurde die Kirche in den ersten 20 Tagen nach ihrer Restauration bereits von 3870 Menschen besucht. Davor waren jährlich zwischen 200 000 und 250 000 Menschen pro Jahr in dieser Kirche.

Für Christen ist die St. Petrus-Grotte in Antakya von größter Bedeutung. Sie organisieren am 29. Juni jedes Jahres rituelle Zusammenkünfte, denen Offizielle des Vatikans ebenso wie Christen aus aller Welt beiwohnen.