Bei Sturm und schweren Regenfällen ist in der südtürkischen Urlauberprovinz Antalya ein Touristenboot mit 86 Menschen an Bord gesunken. Eine libanesische Urlauberin (48) und ein einheimischer Passagier (38) seien dabei ums Leben gekommen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Taucher hätten die Leichen der Vermissten am Sonntag in dem Wrack auf 45 Meter Tiefe geborgen.

Die restlichen 84 Menschen an Bord seien am Samstag von der Küstenwache und anderen Booten gerettet worden, berichtete Anadolu. Der Kapitän, zwei Besatzungsmitglieder und der Besitzer des auf 45 Meter Tiefe gesunkenen Ausflugsbootes seien festgenommen worden.

Ein Überlebender sagte: „Auf einmal kenterte das Boot, und wir stürzten alle ins Meer.“ Das Boot war vom Jachthafen von Kale İçi in der Stadt Antalya aus gestartet und kenterte dann nach gut 25 Kilometern Fahrt vor der Küste von Konyaaltı. Wie der Sender CNN Türk berichtete, hatte der Kapitän sich wegen des aufkommenden Sturmes zu einer vorzeitigen Rückkehr in den Hafen entschlossen.

Anadolu berichtete unter Berufung auf den Provinzgouverneur, 38 Menschen seien nach ihrer Rettung in Krankenhäuser gebracht worden. 36 davon seien bis Sonntag wieder entlassen worden. Der Gesundheitszustand der anderen beiden Geretteten sei zwar gut, sie blieben aber zunächst unter Beobachtung. (dpa/dtj)