Fitnessgeräte

Aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport geht hervor, dass rund ein Fünftel der Fehltage von Mitarbeitern auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückgehen, vor allem auf Rückenschmerzen. Ein Krankheitstag kostet dem Arbeitgeber im Schnitt rund 400 Euro, fällt jemand länger aus, kostet dies das Unternehmen schnell mehrere tausend Euro. Dass sich Chefs nun um die körperliche Gesundheit ihrer Angestellten sorgen, folgt einer reinen wirtschaftlichen Logik: Wer fit ist, lässt sich seltener krankschreiben und kann mehr leisten.

Zudem stehen Unternehmen vor der Herausforderung, mit alternden Belegschaften innovative Produkte und Dienstleistungen schaffen zu müssen. Hinzu kommen Einflüsse auf die Beschäftigten, die sich aus zunehmenden Zivilisationskrankheiten und den begrenzten Handlungsmöglichkeiten des öffentlichen Gesundheitswesens ergeben.

So prognostiziert die Weltgesundheitsorganisation für das Jahr 2030, dass in den entwickelten Industrieländern die Depression das am häufigsten auftretende Krankheitsbild darstellen wird. Dabei zeigen Untersuchungen, dass depressive Gesundheitsstörungen zu erheblichen Produktivitätsverlusten führen können, die nicht anhand der Absentismusrate erfasst werden können.

Derartige Gesundheitsstörungen haben gravierende Auswirkungen auf die strategischen Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens und dessen Beschäftigungsattraktivität. Diese absehbaren Entwicklungen fordern die oberste Unternehmensleitung, die körperlichen, seelischen und geistigen Leistungsvoraussetzungen ihrer Beschäftigten in die strategischen Überlegungen der betrieblichen Entwicklung zu integrieren. Ein geeigneter Ansatz ist das betriebliche Gesundheitsmanagement.

Sport-und Ernährungsprogramme in beiderseitigem Interesse

Aus einer weiteren aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse (TK) geht hervor, dass der Durchschnittsdeutsche jeden Tag sieben Stunden lang sitzt. Und jeder Vierte verbringt täglich sogar mehr als neun Stunden im Sitzen. Die Folgen: Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rückenschmerzen. Gut geht es uns nur, wenn wir nicht mehr als sechs Stunden auf einem Stuhl verbringen und uns ansonsten bewegen.

Dass Unternehmen dann die Chance nutzen, zumindest im Berufsalltag die Mitarbeiter zur Bewegung und damit mehr Produktivität zu animieren, erscheint folgerichtig und verantwortlich.

Letzten Endes profitiert nicht nur der findige Unternehmer, sondern auch der Arbeitnehmer, indem er mit Kursen in Pilates, Thai Bo, Volleyball oder einem Firmen-Fitnessstudio fit bleibt und sich dank grüner Kantinen auf der Arbeit auch noch ausgewogen ernähren kann.