Arda Turan ist schon lange in Barcelona, aber dennoch neu. Seit diesem Jahr darf er für seinen neuen Klub auflaufen, der ihn im Sommer verpflichtet, in der Hinrunde aber wegen einer Transfersperre aber nicht hatte einsetzen dürfen.

Am Dienstag bestritt er im Pokal sein erstes Pflichtspiel, am Samstag erfolgte sein Ligadebüt. Und das war sehr erfolgreich: Nach nicht einmal zehn Minuten bediente er mustergültig mit einem Pass in den Fünf-Meter-Raum und in die Schnittstelle der Abwehr Lionel Messi, der nur noch seinen Fuß hinhalten musste. Jener Messi, den Turan später gegenüber „Sabah“ lobte.

„Ich hab noch nie jemanden wie Leo gesehen, er ist ein Wunder Gottes“, erklärte die neue Nummer 7 von Barcelona, der seinen Vornamen auf dem Trikot tragen darf.

Arda und Barça – das passt bislang. Deutlich wurde das auch in der zweiten Halbzeit, als der Flügelspieler einen Pass in die Tiefe durch die Beine passieren ließ und damit Neymar in einen direkten Torabschluss brachte. Der brasilianische Superstar scheiterte zwar am Pfosten, doch – wer sonst – Messi verwandelte den Abpraller zum 3:0. Es war sein dritter Treffer beim 4:0-Sieg über Granada.

Anschließend durfte Arda duschen gehen, wie bereits am Dienstag, als er ebenfalls nach knapp einer Stunde ausgewechselt wurde.

Durchspielen konnte er noch nicht, aber das zeigt nur, dass Luis Enrique seinen Startransfer behutsam aufbauen will. „Er wollte mich haben, weil ich selten den Ball verliere, immer gewinnen will und kämpfe. Das hat er mir gesagt. Auf dem Platz werde ich allen zeigen, warum er mich geholt hat.“

Es ist zu spüren, dass der 40 Millionen-Mann das Vertrauen zurückzahlen will. Bislang ist er auf einem guten Weg. Nicht mehr, nicht weniger.