Asmussen: Athen bekommt vorerst nicht mehr Zeit

Berlin – „Es gibt bisher keine endgültige Einigung der Troika mit der griechischen Regierung“, sagte das EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuvor berichtet, die internationalen Geldgeber wollten dem angeschlagenen EU-Mitglied eine Fristverlängerung von zwei Jahren einräumen, um die EU-Vorgaben für das Staatsdefizit zu erfüllen.

„Wenn man die Fiskalziele um zwei Jahre strecken würde, würde das bedeuten, dass man mehr zusätzliche Finanzmittel durch die anderen Eurozonenstaaten zur Verfügung stellen muss“, erläuterte Asmussen. Wie hoch dieser zusätzliche Betrag ausfalle, könne er im Moment nicht sagen.

EZB-Präsident Mario Draghi will an diesem Mittwochnachmittag den Abgeordneten des Bundestages seine Geldpolitik erläutern. (dpa)