Bashar al-Assad in einem Interview mit BBC.

Die syrische Armee und die US-Streitkräfte in der Region kommunizieren nach den Worten von Präsident Baschar al-Assad „über dritte Parteien“ miteinander. Es gebe aber keinen Dialog und keine taktischen Absprachen im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS), sagte Assad in einem am Dienstag ausgestrahlten BBC-Interview. Drittländer überlieferten aber manchmal „allgemeine Botschaften“.

So habe Syrien etwa vor Beginn der Bombardierung der IS-Hochburg Al-Raqqa im Norden des Landes über den Einsatz Bescheid gewusst, aber keine Details gekannt. Über eigene Operationen im syrischen Bürgerkrieg gebe Damaskus aber keine Informationen weiter, sagte Assad. „Wenn wir etwas auf unserem Gebiet machen, fragen wir niemanden und sagen es niemanden. Wir machen es einfach.“

Vorwürfe der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, Assads Truppen setzten im Bürgerkrieg international geächtete Waffen wie Fassbomben ein, nannte Assad „kindisch“.

„Ich habe nicht gehört, dass die Armee Fässer oder vielleicht Kochtöpfe benutzt“, sagte er. „Es gibt keine Streuwaffen.“ Auch den Einsatz von Chlorgas schloss Assad „definitiv“ aus.

Berichten zufolge sollen die Vereinten Nationen es allerdings für erwiesen halten, dass Assad-Truppen Fassbomben eingesetzt haben. Dies sei auf zahlreichen Videoaufnahmen sichtbar.

Seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs vor vier Jahren sind über 200.000 Menschen gestorben sowie Millionen auf der Flucht. (dpa/dtj)