Assad garantiert das Ende der Gewalt

Der syrische Präsident Baschar al-Assad versprach bei seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Lawrow, der zunehmenden Gewalt ein Ende zu setzen. Eine neue Mission der Arabischen Liga in Syrien sei nun für die Beendigung der Gewalt möglich.
Assad sehe auch ein Referendum für eine neue Verfassung vor. Er habe das Signal aus Russland gehört und sei interessiert an einem Ende der Krise. „Jedes Land hat Verantwortungsbewusstsein, Sie auch“, sagte Lawrow zu Assad. Russland sei auch bereit, die Mission der Arabischen Liga zu unterstützen. Eine erweiterte Beobachtermission könne zu einer ernsthaften Stabilisierung der Lage führen, sagte Lawrow.
Russland hatte scharf kritisiert, dass die Resolution im UN-Sicherheitsrat vor dem russisch-syrischen Treffen stattfand. Ein Regime-Wechsel in Syrien diene nichts weiter, als die Zahl der toten Menschen zu erhöhen. Die Gewalt in Syrien geht jedoch auch heute, an dem Tag des Treffens weiter. Laut den Aussagen der syrischen Oppositionellen hat die syrische Armee heute Morgen die Stadt Homs noch einmal mit Minenwerfern bombardiert und 30 Menschen getötet. Bei den Angriffen von gestern sollen 95 Menschen ums Leben gekommen sein.
Die internationale Gemeinschaft verstärkt ihre Proteste gegenüber den anhaltenden Gewalttaten. Italien, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Dänemark riefen ihre Botschafter aus Syrien zurück. Die US-Regierung hatte ihre Botschaft am Montag auf unbestimmte Zeit geschlossen und alle US-Bürger zur Ausreise aufgefordert. Die deutsche Botschaft arbeitet nur noch mit Minimalbesetzung. Auch der Ban Ki Mun, der Generalsekretär der Vereinigten Nationen rief Assad wiederholt auf, der Gewalt ein Ende zu setzen.